Letzte Aktualisierung: 27.11.2017

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EWR17: Ozeanien. 18.-20. Jahrhundert

Ozeanien mit den drei Großregionen Melanesien, Mikronesien und Polynesien ist spätestens seit der Klimadebatte in den Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit gerückt. Das Verschwinden ganzer Inselstaaten droht, nachdem ein weltweiter Anstieg des Meersspiegels immer wahrscheinlicher wird. Dies verursacht bereits jetzt in den insularen Gesellschaften soziale und politische Verwerfungen.

Die pazifische Inselwelt ist durch Extreme gekennzeichnet: viel Wasser, wenig Land. Große Entfernungen zwischen den Inselgruppen sowie zu potentiellen Märkten erschweren die Wettbewerbsfähigkeit der Kleinstaaten. Land als knappe Ressource ist mitverantwortlich für die begrenzte demographische Tragfähigkeit der Inseln, deren Entwicklungschancen strengen Limitierungen unterworfen sind.

Ozeanien ist durch eine außerordentliche kulturelle Vielfalt geprägt. Allein Papua-Neuguinea gilt mit seinen rund 700 Sprachen und ethnischen Gruppen als weltweit herausragend. Die durch relative Abgeschiedenheit sowohl im Bergland Neuguineas als auch auf den Atollinseln entstandenen lokalen Kulturtraditionen sind für Ethnologen, Historiker, Religionswissenschafter und Soziologen gleichermaßen von Bedeutung.

Die Autoren versuchen, die spezielle historische Entwicklung, eine späte, aber intensive Kolonisierung durch europäische Mächte sowie die Phase der schrittweisen Entkolonisierung und die Entwicklung der unabhängigen Staaten seither anhand der Skizzierung innerer und äußerer Einflüsse und der Darstellung spezifischer Fallbeispiele zu dokumentieren. Ausgehend von der Besiedlung der Großregion werden die soziale und politische Organisation sowie die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Länder beschrieben. Kulturelle Besonderheiten einzelner Gruppen werden herausgegriffen und erklärt. Dinge wie z.B. "tapu" und "tattoo", die Eingang in unseren Sprachschatz gefunden haben, zeugen von der Singularität mancher Bräuche, Rituale und handwerklicher Praktiken, die im europäischen Denken auch zu klischeehaften Vorstellungen über die "Südsee" führten.

Mittels eines multiperspektivischen Zugangs werden Ursachen gegenwärtiger Probleme, die fragile politische Situation nach Umsturzversuchen in manchen melanesischen Staaten sowie die Perspektiven der Kleinstaaten im regionalen Verbund untersucht.

Die Herausgeber: Hermann Mückler, Jahrgang 1964, ist Professor für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und Präsident der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft (OSPG). Im Promedia Verlag ist von ihm erschienen: Fidschi. Das Ende eines Südseeparadieses (2001).
Norbert Ortmayr, Jahrgang 1959, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Salzburg.
Harald Werber, Jahrgang 1972, arbeitet als Mittelschullehrer für Geschichte und Geographie in Salzburg.



Autor:  Hermann Mückler / Norbert Ortmayr / Harald Werber (Hg.)
Buchverlag:  Promedia
ISBN:  ISBN: 978-3-85371-282-5
Preis:  für AbonnentInnen der Beiträge: ¤ 20,- (exklusiv Versand)
Erscheinungsjahr:  2008
Erscheinungsort:  Wien
Leseprobe:  EWR17_Inhalt
Leseprobe:  EWR17Einleitung
Leseprobe:  Mückler13-32
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