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Editorial

Die geschichtlichen Wurzeln der mittlerweile etablierten Buchreihe reichen bis an den Anfang der siebziger Jahre zurück. Seit 1971 veröffentlicht der "Verein für Geschichte und Sozialkunde" (mit Sitz in Wien) die Zeitschrift "Beiträge zur historischen Sozialkunde". Diese Publikation verfolgt das Ziel, Lehrerinnen und Lehrern aus allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen neue Tendenzen einer sozial- und wirtschaftswissenschaftlich orientierten Geschichte zu vermitteln. Auf knappe und anschauliche Weise sollen Grundinformationen über zentrale und aktuelle Inhalte und Methodenprobleme des Unterrichtsfaches "Geschichte und Sozialkunde" vermittelt werden. Die mehrfach angeregte Gründung einer begleitenden Buchreihe konnte allerdings erst 1992 verwirklicht werden.
Dieses Vorhaben war von breiteren Zielsetzungen getragen als das Programm der Zeitschrift. Die Buchpublikationen wandten sich an einen wesentlich breiteren Kreis von Leserinnen und Lesern. Neben Lehrerinnen und Lehrern sollten auch Studierende sowie an gegenwärtigen relevanten Problemen interessierte Kreise angesprochen werden. Daher orientiert sich die mittlerweile 17 Bände umfassende Reihe auch an der Gestaltung von Readern, welche konzise Debatten aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen.
In den meisten Fällen war und ist es die enge Verbindung mit interdisziplinären Ringvorlesungen an der Universität Wien, die die Konzeption der Bände vorgibt: so etwa bei "Bauern im Widerstand" (1992), "Nationalismus" (1994), "Industrialisierung" (1995), "Die beiden Amerikas" (1996) sowie der als Fortsetzung entwickelte Band "Die vielen Amerikas" (1999), "Staat und zivile Gesellschaft" (1996), "Ungeregelt und unterbezahlt" (1997), "Wie aus Bauern Arbeiter wurden" (1998) und vor allem die letzten Titel wie "Globalisierung und Peripherie" (1998) und "Von der Weltwirtschaftskrise zur Globalisierungskrise" (1999), die in einem engen inhaltlichen Zusammenhang standen.
Wie die nicht vollständig aufgelisteten Titel zeigen, wurden seit dem sechsten Band "außereuropäische" Themen bevorzugt in die Reihe aufgenommen. Ab Band 15 sollte der veränderten Schwerpunktsetzung auch im äußeren Erscheinungsbild durch eine Erweiterung des Reihentitels Ausdruck verliehen werden. Aus "Historische Sozialkunde" wurde "Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung". Die Konzeption der Reihe hat sich freilich nicht verändert. Weiterhin wird versucht, ein breiteres LeserInnenpublikum durch komprimierte, interdisziplinäre Überblicksdarstellungen zu aktuellen, gegenwartsbezogenen Themen anzusprechen. Auch der vorliegende Band, welcher sich mit einem zentralen Bereich gegenwärtiger politischer und wissenschaftlicher Diskussion auseinandersetzt, ist diesem Anliegen verpflichtet.

Wien, im Frühling 2000
Die Redaktion

Siehe auch: Senatskommission Institut für internationale Entwicklung


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