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Jörg Zimmermann

Fußbälle aus Pakistan - der globalisierte Alltag (gekürzte Fassung)

Quelle: HSK/IE 20: Global Players. Kultur, Ökonomie und Politik des Fußballs. Michael Fanizadeh / Gerald Hödl / Wolfram Manzenreiter (Hg.)Frankfurt am Main: Brandes und Apsel, Wien: Südwind 2002 (Historische Sozialkunde/IE 20).

Auch wenn die pakistanische Nationalmannschaft bereits in der Qualifikation ausgeschieden ist, kommt einer der Hauptdarsteller der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 (mit größter Wahrscheinlichkeit) aus Pakistan: der Ball selbst.
Warum er von dort kommt und unter welchen Bedingungen er hergestellt wird, soll der folgende Artikel erklären. Auf diese Weise ermöglicht er einen Einblick in das globale Produktions- und Distributionssystem der Sportartikelindustrie. Darauf aufbauend wird die Frage nach Alternativen zu den bestehenden Weltmarktstrukturen diskutiert.

1. Wie entsteht ein Fußball?

Der Fußball besteht aus einer Außenhülle, die heute in der Regel nicht mehr aus Leder, sondern aus Polyurethan (PU) hergestellt wird, und einer Gummiblase im Inneren. Die Verwendung des Kunststoffes PU hat für das Fußballspielen den Vorteil, dass der Ball absolut wasserdicht ist, seine Form kaum verändern kann und aufgrund der Rauheit des Materials die Steuerbarkeit des Balls im Gegensatz zu früheren "Plastikbällen" nicht gelitten hat. Die Herstellung von Fußbällen ist ein arbeits- und zeitintensiver Prozess in fünf Schritten.
a. Zunächst werden die Kunststoffbahnen zugeschnitten und auf der Rückseite, der späteren Innenseite des Balls, mit Hilfe von Latex mehrere Lagen von Baumwoll- oder Polyesterstoff aufgeklebt. Die fertigen Bahnen werden zum Trocknen auf "Wäscheleinen" in die Sonne gehängt. Zwei Arbeiter stellen pro Tag etwa 50 solcher Bahnen fertig, die als Vorprodukt für ca. 300 Bälle dienen. Das Textil-Innenfutter des Fußballs bewirkt, dass der Ball auch bei intensiver Beanspruchung seine runde Form behält. Qualitätsmerkmale eines Fußballs sind deshalb die unterschiedlichen PU-Sorten sowie die Anzahl und Qualität der Futterlagen.
b. Im zweiten Produktionsschritt wird mit einer elektrischen Stanzpresse aus den PU-Bahnen die fünf- bzw. sechseckigen Waben des Fußballs ausgestanzt. Gleichzeitig werden diese Waben am Rand mit feinen Schlitzen für die Naht versehen. Diese speziell für die Fußballproduktion entwickelten Stanzpressen werden überwiegend von kleinen Maschinenfabrikanten in Gujrat, einer Nachbarstadt Sialkots im Nordosten des Punjab hergestellt. Pro Tag stanzt ein Arbeiter Einzelteile für etwa 300-400 Bälle.
c. Der heute übliche Fußball besteht aus 20 sechseckigen und 12 fünfeckigen Waben. Entsprechend diesen Vorgaben müssen diese Teile für die Näher sortiert werden. Die Gummiblasen werden in der Regel von spezialisierten Werkstätten aus importiertem Latex (Naturkautschuk) hergestellt. Nähgarn und Wachs wird den Nähern ebenfalls zur Verfügung gestellt und auf dem lokalen Markt eingekauft. Das Polyester-Garn wird vor dem Nähen mit dem Wachs eingerieben, damit der Ball auch an der Naht wasserdicht ist.
d. Die Bälle werden in Fußballnäher-Werkstätten und in Heimarbeit per Hand mit einem Doppelstich zusammengenäht. Dies bedarf einiger Kraft und einer ordentlichen Portion Geschicklichkeit, da die Naht innen verläuft. Die letzten Stiche müssen mit großer Raffinesse angebracht werden, sodass ein Laie sie an dem fertigen Ball nicht mehr erkennen kann. Diese Näherwerkstätten befinden sich ganz überwiegend im ländlichen Umland der Stadt Sialkot, da dort niedrigere Löhne gezahlt werden können. Ein erfahrener Arbeiter näht etwa 3 Fußbälle an einem Arbeitstag von 8-9 Stunden. Am Ende der Woche liefert der Werkstattleiter die fertigen Bälle bei der Exportfirma ab. Die Entlohnung der Näher erfolgt nach der Anzahl der genähten Bälle. Deshalb gibt es in diesen Werkstätten keine vorgeschriebenen Arbeitszeiten.
e. In der Sportartikel-Exportfirma werden die Bälle einer Qualitätskontrolle unterzogen und auf Rundheit, Gewicht und möglichen Luftverlust überprüft. Oft erfolgt erst danach das Anbringen der Markenlabel und des speziellen Designs entsprechend den Vorgaben der ausländischen Auftraggeber. Anschließend werden sie verpackt, bevor im binnenländischen Zollhafen Dryport Sambrial die Formalitäten für den Export erledigt werden.
..

2. Wie kommt die Fußballproduktion nach Pakistan?

Der Ursprung der Fußballherstellung in Pakistan ist sehr viel älter als die letzten Globalisierungswellen der 1970er oder 1990er Jahre. Bereits seit 1860 wurden in Sialkot Sportartikel - zunächst Tennis-, Badminton-, Cricket- und Poloschläger - angefertigt, seit dem beginnenden 20. Jahrhundert auch Fußbälle. Abnehmer waren die Angehörigen der britischen Armee und der Verwaltung im britisch-indischen Kolonialreich. Schon 1880 wurden besonders verzierte Tennis- und Badmintonschläger aus Sialkot von einer europäischen (!) Firma auf der Weltausstellung in Melbourne präsentiert. Die Ausrichtung der Branche auf eine externe, kaufkräftige Nachfrage in Person der britischen Soldaten und Verwaltungsangehörigen wurde um das Exportgeschäft erweitert. Die Krise in der Landwirtschaft mit der Einführung des britischen Bodenrechts hatte zu einer hohen Verschuldung der Bauern geführt und die Zahl der Landlosen vervielfacht, die in der Stadt Arbeit suchten. Die besondere Ausstattung des Distrikts Sialkot mit erfahrenen Handwerkern und die enge Zusammenarbeit der Händler mit Vertretern der Kolonialverwaltung und der britischen Armee, die auch in Sialkot stationiert war, führten insgesamt zur Entstehung erster manufakturähnlich strukturierter Großunternehmen. Sie wuchsen mit den vielen handwerklichen Kleinbetrieben zu einem Sportartikel-"Cluster" zusammen. Die heutige Globalisierung hat also ihre Vorläufer in einer kolonialen Produktionsweise, die nicht nur auf der Ausbeutung von Rohstoffen in den Kolonien basierte, sondern in Einzelfällen auch die Ausbeutung der billigen Arbeitskraft im handwerklich-industriellen Bereich umfasste.

Tabelle 1 - Fußballproduktion und Fußballnäher in Pakistan 1970/1 - 2000/1
  1970/71 1980/81 1990/91 2000/01
Anzahl der genähten Fußbälle 1,4 Mio. 5,2 Mio. 19,7 Mio. 40-43 Mio.*)
Anzahl der Fußballnäher**) 1,5-2 Tsd. 5-7 Tsd. 21-25 Tsd. 50-55 Tsd.
(60-65 Tsd.***)
*) eigene Berechnung **) geschätzt ***) nach Awan (1996:5)
Quellen: Zimmermann (1997:233), Government of Pakistan (2000).

Heute werden in Pakistan jährlich schätzungsweise etwa 40-43 Mio. Fußbälle hergestellt. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 könnte die bisherige Rekordproduktion von 55 Mio. Fußbällen (im Jahr vor der WM 1998) wieder erreicht und möglicherweise auch überboten werden. Mit einem Weltmarktanteil von geschätzten 80% ist Pakistan mit deutlichem Abstand der größte Produzent von Fußbällen. Im Rückblick auf die Entwicklung der letzten 30 Jahre (vgl. Tab. 1) zeigt sich, dass heute etwa 30-mal so viele Fußbälle in Pakistan hergestellt werden wie 1970 und auch die Anzahl der Fußballnäher sich von weniger als 2.000 auf 55-65.000 erweitert hat. Damit sind in Sialkots Fußballproduktion mehr Menschen beschäftigt als in den etablierten Industriebetrieben von Pakistans Maschinenbau mit insgesamt 41.581 Beschäftigten. Dabei bleibt die Fußballherstellung und Pakistans Sportartikelproduktion auf die Stadt Sialkot und ihr Umland konzentriert.

3. Wie ist die Fußballproduktion in Sialkot organisiert?

Charakteristisch für Pakistans Fußballindustrie ist ein hoher Grad an Arbeitsteilung, die sich im Laufe der letzten 30 Jahre herausgebildet hat. Vier Faktoren waren dafür wesentlich: Erstens führten die veränderte Weltmarktnachfrage sowie Währungskursschwankungen in den 70er Jahren zu Produktionseinbrüchen und deutlichen Einnahmeverlusten der Branche um bis zu 40%. Zum zweiten waren insbesondere die städtischen Teile der Sportartikelindustrie von der Arbeits- und Sozialgesetzgebung der Regierung Z.A. Bhuttos (1971-77) betroffen. Sie wollte für die Arbeiter und Angestellten eine verbesserte soziale Absicherung im Alter und eine Anhebung der Alphabetenrate gewährleisten. Zum dritten wurde die Sportartikelindustrie durch die Entwicklung neuer Werkstoffe in der Tennisschläger- und Fußballproduktion vor neue technologische Herausforderungen gestellt. Die speziellen Beschaffungsstrategien der großen Sportartikel- und Kaufhauskonzerne, aber auch die Menschenrechtsdiskussion um Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in ihren Zulieferbetrieben (den auf Grund der schweißtreibenden Arbeitsbedingungen so genannten "Sweatshops") haben in den 90er Jahren zu Modifizierungen in der Arbeitsteilung geführt.

Alle diese Faktoren zusammen bewirkten einen enormen Rationalisierungsdruck, den die Branche mit einer umfassenden Umstrukturierung der Arbeitsorganisation beantwortete. Als Ergebnis dieses Prozesses hat sich eine Struktur der Sportartikelbranche herausgebildet, die durch eine Konzentration des Exportgeschäfts gekennzeichnet ist. Zugleich führte eine zunehmende Auslagerungen von Teilaufträgen zu einer wachsenden Zahl sehr kleiner Betriebe und Werkstätten. Mit der Durchsetzung des Fußballs als mit Abstand wichtigstem Produkt von Sialkots Sportartikelindustrie gewann als drittes Element die Einbeziehung ländlicher Arbeitskräfte für die Näharbeiten immer stärkere Bedeutung. Diese drei Grundelemente der Struktur der pakistanischen Fußballindustrie und die Bedeutung ihrer Verflechtung untereinander sollen im Folgenden genauer vorgestellt werden.

I. Der wirtschaftliche Erfolg eines Sportartikelunternehmens und der soziale Aufstieg seines Besitzers sind in Sialkot abhängig davon, inwieweit es gelingt, einen direkten Zugang zum Weltmarkt zu erlangen. Das Exportgeschäft ist aber in Sialkot auf eine kleine Gruppe von Sportartikelfirmen konzentriert, wobei es sich keineswegs ausschließlich um Filialen von Adidas, Nike, Reebok oder Puma handelt. Abgesehen von einem pakistanisch-britischen Joint Venture in der Hockeyproduktion treten die weltweit agierenden Sportartikelkonzerne - wie alle übrigen Importeure von Fußbällen oder anderen Sportartikeln - in Sialkot lediglich als Auftraggeber auf. Sie arbeiten mit unterschiedlichen pakistanischen Firmen zusammen und wechseln diese auch von Zeit zu Zeit.
Von den vielleicht 3000 Sportartikelfirmen in der Stadt Sialkot konzentriert sich das Hauptgeschäft auf eine relativ geringe Zahl. Als Repräsentanten dieser Gruppe von weltmarktintegrierten Sportartikelproduzenten können jene in Tabelle 2 erfassten 34 Firmen mit insgesamt über 4.000 Beschäftigten innerhalb ihrer Werkanlagen gelten. Nur sie verfügen kontinuierlich über Exportaufträge und zugleich über solide eigene Fertigungskapazitäten. Daneben gibt es eine Reihe von Exportfirmen, die nur gelegentlich Auslandsaufträge einholen können. Eine sehr große Anzahl von "Schreibtischexporteuren" besitzen gar keine eigenen Produktionsstätten. Sie lassen ihre Aufträge komplett in den lokalen Kleinbetrieben und Werkstätten ausführen.
Mit durchschnittlich 124 Arbeitern und einem betrieblichen Jahresumsatz von 110 Mio. Rupien (Rs.) oder 2,45 Mio. € gehören die weltmarktintegrierten Sportartikelfirmen zu den Großbetrieben in Sialkot. Dabei entspricht ihr Umsatz nur knapp jenen Einnahmen, die etwa der FC St. Pauli oder der 1. FC Köln allein von ihrem Trikotsponsor beziehen (1. Bundesliga, Saison 2001/02). Der bis Mitte der 80er Jahre anhaltende Trend zur Verringerung der direkten Beschäftigung von knapp 70 bis auf 41 Arbeiter pro Unternehmen wurde in den letzten 15 Jahren umgekehrt. Trotzdem bieten Sialkots Branchenführer lediglich für etwa 6% der pakistanischen Sportartikelarbeiter direkte Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Outsourcing arbeitsintensiver Produktionsschritte hat schon lange Einzug gehalten in Sialkots Fußballindustrie.

Tabelle 2 - Die führenden weltmarktintegrierten Sportartikelbetriebe in Sialkot (Pakistan)
1970/71
1980/81
1985/86
1990/91
1995/96
Anzahl der Betriebe
21
20
26
40 *)
34
Beschäftigte
1.443
1.119
1.068
ca. 8.000
4.213
Beschäftigung je Betrieb
68,7
50,9
41,1
ca. 200
123,9
Produktion (in Mio. Rupien, Rs.)
15,6
89,3
301,9
1.489
3.742,6
Produktion je Betrieb in Mio €
0,32
0,63
0,91
1,34
2,45
Anteil der Produktion an den gesamten pakistanischen Sportartikelexporten
47,8 %
25,5 %
29,3 %
48,0 %
44,7 %
*) geschätzt
Quellen: Zimmermann (1997:83-84), Government of Pakistan (2000:App.87), UNIDO (2001:531-535), eigene Berechnungen.

Die Veränderungen der 90er Jahre sind vorrangig dadurch zu erklären, dass die Unternehmen auch auf Grund des Drucks durch die US-amerikanischen und europäischen Sportartikelkonzerne größere Teile der Produktion direkt selber kontrollieren wollten.
Parallel dazu fand eine zunehmende Konzentration des Exportgeschäfts und damit des Branchenumsatzes statt. Die kleine Gruppe von vielleicht 1% der Sialkoter Sportartikelbetriebe vereint etwa 45-48% des gesamten Sportartikelexports auf sich, vor 20 Jahren waren es erst 25%. Neben Fuß-, Hand- und Volleybällen werden in Sialkot vor allem Hockey-, Cricket- und Poloschläger hergestellt und exportiert. In den letzten zwanzig Jahren haben sie ihren Umsatz von durchschnittlich 630.000 € pro Betrieb auf über 2,4 Millionen € fast vervierfachen können. Damit verfügen sie in Sialkot über eine marktbeherrschende Position, die ihnen Zugang zur staatlichen Exportförderung verschafft und es ihnen ermöglicht, den Produktionsprozess in der gesamten Branche wesentlich mitzugestalten. Gemessen an einem Sportartikel-Multi wie Adidas sehen Sialkots Marktführer jedoch sehr klein aus. Ihr Produktionsumfang erreicht gerade mal 0,42 Promille vom Adidas-Umsatz in Höhe von 5,8 Mrd. € (vgl. Tabelle 6 in Abschnitt 7).

II. Die etwa 2.500-3.000 städtischen Kleinbetriebe und Werkstätten bilden einen zweiten Betriebstyp in Sialkot. Sie führen vorrangig Auftragsarbeiten für die weltmarktintegrierten Großbetriebe in Sialkot aus, sie sind also faktisch binnenmarktorientierte Kleinunternehmen. Aufgrund der kontinuierlichen Außenverlagerung von Teilaufträgen arbeiten hier schätzungsweise 12-15.000 Arbeiter und damit gut dreimal so viele wie in den weltmarktintegrierten Sportartikelfirmen. Ihr Produktionsanteil innerhalb der Branche liegt mit etwa 20% aber deutlich niedriger als in der ersten Gruppe
Die städtischen Kleinbetriebe sind jeweils auf einen Sportartikeltyp wie Fußbälle oder Hockeyschläger spezialisiert. Aber nur jeder sechste Kleinbetrieb verfügt über regelmäßige Aufträge und führt - mit Ausnahme des Nähens - sämtliche Produktionsschritte selber durch. Die meisten beschränken sich lediglich auf einen einzigen (!) Fertigungsschritt. Sie besitzen eine Stanzpresse oder haben sich mit zwei Arbeitern auf das Bekleben der PU-Bahnen mit dem Innenfutter spezialisiert. Obwohl hier im Durchschnitt nur vier Personen beschäftigt sind, können diese Betriebe als eine Art Mittelstand in Sialkots Sportartikelbranche angesehen werden. Einige dieser Werkstätten sind faktisch Ausgründungen von weltmarktintegrierten Sportartikelfirmen, die von ehemaligen Vorarbeitern geleitet werden. Bindet sich ein Kleinbetrieb eng an eine Exportfirma, so kann er mit regelmäßigen Aufträgen rechnen, ist aber in der Preisgestaltung stark abhängig. Der Großteil der städtischen Kleinunternehmen erkauft seine relative Unabhängigkeit mit unregelmäßigen Aufträgen und damit auch Einkommen.
Die Entstehung dieser großen Anzahl von Klein- und Kleinstbetrieben mit zwei bis zehn Beschäftigten lässt sich grundsätzlich aus drei Ursachenkomplexen erklären. Erstens erfordert der arbeitsintensive Charakter der Fußballherstellung nur einen geringen Maschineneinsatz. Um eine städtische Werkstatt zu eröffnen, ist daher nur wenig Startkapital nötig. Fast die Hälfte der Werkstätten hat weniger als 750 € für Maschinen oder Produktionsgeräte investieren müssen. Ein zweiter Einflussfaktor ist die hohe Konkurrenz der pakistanischen Sportartikelfirmen untereinander. Die globalen Sportartikelkonzerne können weitgehend die Preise bestimmen, sodass die pakistanischen Exportfirmen jede Rationalisierungschance durch Auslagerung von Teilaufträgen nutzen müssen. Zusätzlich befördert die hohe Zahl von Schreibtischexporteuren, von denen jeder einzelne nur gelegentlich Produktionsaufträge zu vergeben hat, das Geschäft der Kleinbetriebe. Schließlich ist drittens der Schritt in die Selbständigkeit für die Arbeiter in der Fußballindustrie meist der einzige Weg zu einem höheren Einkommen, da es andere Aufstiegsmöglichkeiten in dieser Branche kaum gibt. Angesichts der unsicheren Auftragslage sind für einen Werkstattleiter über das Jahr hinweg Einkommen von 300 bis 650 € pro Monat realistisch. Dies entspricht immerhin dem Zwei- bis Fünffachen des Einkommens eines festangestellten Beschäftigten einer Weltmarktfabrik oder dem fünf- bis zehnfachen Einkommen eines Fußballnähers. Dies widerspiegelt sich auch in einem gehobenen Lebensstandard, der beispielsweise die Anschaffung eines Mopeds erlaubt oder höhere Ansprüche in der Haushaltseinrichtung ermöglicht.

III. Kernbereich der Auslagerung von Produktionsschritten innerhalb der Fußballproduktion ist die Verflechtung der städtischen Betriebe mit den Fußballnäher-Werkstätten im ländlichen Umland der Stadt Sialkot. Viele Näher-Werkstätten finden sich entlang der größeren Straßen des Distrikts oder an Kreuzungen. In den Häuserzeilen findet sich neben einer Teestube und verschiedenen Lagerräumen in der Regel auch ein garagenähnlicher Laden, in dem fünf bis sieben, manchmal auch bis zu fünfzehn Jungen und junge Männer auf niedrigen Bänkchen sitzen und Fußbälle nähen. In den abseits liegenden Dörfern gibt es ebenfalls Näher-Werkstätten. Oft sind sie in ungenutzten Lehmhäusern am Rand des Dorfs untergebracht. Auch hier nähen in der Regel nur Männer unterschiedlichen Alters. Die Wände sind oft mit farbigen Zeitungsfotos von Filmstars oder berühmten Cricket-Spielern beklebt. Bei der eintönigen Arbeit hören viele gern Musik aus mitgebrachten Kofferradios. In diesen Fußballnäher-Werkstätten und der angegliederten Heimarbeit arbeiten über drei Viertel aller Beschäftigten in der Sportartikelindustrie Sialkots. Hier werden ausschließlich Fußbälle zusammengenäht. Diese Werkstätten verteilen sich auf eine Region im Umkreis von etwa 30 km um die Stadt Sialkot (vgl. Abb. 1) mit einer gewissen Konzentration im Norden und Westen des Distrikts. Die peripher gelegenen Tehsils (Landkreise) Narowal und Shakargarh im Südosten sind nicht nur insgesamt äußerst schwach in die Industrialisierung des Distrikts einbezogen, sondern werden auch von der Auslagerung der Fußball-Näharbeiten kaum erfasst.
Die Auftragsvergabe der Näharbeiten ins Umland erfolgt entweder direkt durch die weltmarktintegrierten Sportartikelfirmen oder auch vermittelt über einen städtischen Kleinproduzenten. Dabei konzentriert sich die Zusammenarbeit nicht auf eine bestimmte Region, sondern ist räumlich meist relativ breit gestreut. Aus Sicht der Näher-Werkstätten stellen sich diese Beziehungen so dar, dass über 80% von ihnen ausschließlich für einen Auftraggeber arbeiten. Dies verweist einerseits auf recht stabile Verflechtungsbeziehungen, zeigt aber auch eine gewisse Abhängigkeit von einem einzelnen städtischen Fußballunternehmen. Trotz der zum Teil recht großen Distanzen verfügen 71% der Werkstätten über direkte und unmittelbare Auftragsbeziehungen zu einer Exportfirma, ohne dass hier Zwischenhändler eingeschaltet sind. Die Beziehungen zwischen den Werkstattleitern und ihren Auftraggebern sind ganz überwiegend durch eine rein geschäftliche Kontaktaufnahme entstanden. Nur jeder fünfte Werkstattbesitzer hat früher in dem Unternehmen gearbeitet, für das er heute als Selbständiger Fußbälle näht und nähen lässt.
Diese Fußball-Werkstätten sind allerdings nicht allein Standorte der Näharbeiten, sie vermitteln auch Nähaufträge weiter. So werden einzelne Näher in Heimarbeit oder weitere Nähergruppen in die Fußballproduktion einbezogen. Diese externen Näher verteilen sich auf mehrere Dörfer in der näheren oder weiteren Umgebung. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine eindeutige Zuordnung eines Dorfes zu bestimmten Werkstattleitern. In vielen Orten arbeiten mehrere Werkstätten nebeneinander für unterschiedliche Auftraggeber. Diese Vermittlung der Näharbeiten ist somit innerhalb des ländlichen Raums auch als mehrstufiges System ausgeprägt. Schalten sich mehrere Werkstattleiter zwischen die städtischen Arbeitgeber und die Näher, so sinkt für diese ihr Arbeitslohn. Die Einkommen der Werkstattbesitzer besteht aus einer Provision von 3-5 Rs. pro Ball (vgl. Tabelle 4), darüber hinaus arbeiten drei Viertel von ihnen auch selber als Näher und beziehen wie diese einen Stücklohn. Im Durchschnitt verdienen Werkstattleiter ca. 70 € im Monat und damit etwa doppelt so viel wie die Näher.

Neben diesem Verteilsystem der Näharbeiten in die Werkstätten hat der alleinige Fußballzulieferer für Nike in Sialkot seit 1996 damit begonnen, eigene Näherhallen aufzubauen. Hintergrund dieser Entwicklung war die breite öffentliche Diskussion vor allem in den USA und auch in Europa über Kinderarbeit bei der Fußballherstellung. Dies hat zu dem Atlanta-Abkommen geführt, das unter Punkt 6 näher dargestellt wird. Um die direkte Kontrolle über seine Fußballnäher wiederzugewinnen, hat allein der oben genannte Fußballexporteur im Umkreis von 25-30km von seinem Standort, etwa 10km westlich von Sialkot acht große Hallen gebaut. Auf dem Betonboden finden jeweils etwa 500 Näher Platz. Die Hallen sind mit Ventilatoren ausgestattet, es gibt Toiletten und Waschmöglichkeiten. Bessere Arbeitsbedingungen als in vielen Dörfern, in denen die Näher vorher gearbeitet haben. Trotzdem sind nicht alle Fußballnäher zufrieden (vgl. Abschnitt 6).

4. Wer arbeitet als Fußballnäher und wie viel verdient er oder sie dabei?

Das Nähen der Fußbälle ist in Pakistan in erster Linie Männersache. In den Werkstätten an Sialkots Stadträndern entlang der Ausfallstraßen und in den abgelegenen Dörfern arbeiten die Männer und männlichen Jugendlichen gern zusammen. Anders sieht die Lage unter den Heimarbeitern aus. Hier nähen nach verschiedenen Erhebungen schätzungsweise 17-20.000 Frauen und Mädchen Fußbälle. Sie stellen damit etwa die Hälfte aller Fußball-Heimarbeiter. Auch sie arbeiten nicht gern allein, sondern treffen sich mit Freundinnen und Nachbarinnen in den offenen Höfen der Häuser. Die Heimarbeit ermöglicht ihnen einerseits, die Aufgaben der Haushaltsführung weiterhin wahrnehmen zu können, und ist andererseits Ausdruck des patriarchalischen "Purdah"-Systems der Geschlechtertrennung, das den meisten Frauen vor allem in den ländlichen Regionen eine Arbeit außerhalb der "eigenen" vier Wände und insbesondere außerhalb des Dorfes verbietet.
Die Hälfte der Fußballnäher im ländlichen Umland Sialkots stammt aus landlosen Familien. Aufgrund der geringen Verdienstmöglichkeiten als Landarbeiter, Arbeiter in der Kleinindustrie, in Werkstätten oder als mobile Händler sind diese Familien besonders stark auf den Zuverdienst weiterer Familienmitglieder angewiesen. Ein weiteres Drittel der Fußballnäher kommt aus Familien, die nur über Marginalbetriebe von weniger als 2 ha Land (5 acres) verfügen. Da ihnen das Kapital für eine intensivere Bewirtschaftung, beispielsweise in Form von Gemüseanbau, fehlt, sind sie existenziell auf den Zuerwerb durch andere Tätigkeiten angewiesen. Einen Überblick über die Erwerbstätigkeit der Eltern gibt Tabelle 3.
Lediglich 14% der ländlichen Fußballarbeiter gehört zu Familien, in denen nicht unmittelbarer ökonomischer Druck für ihre Tätigkeit als Fußballnäher verantwortlich ist. Darunter bewirtschaften 12% landwirtschaftliche Kleinbetriebe zwischen 2 und 5 ha, und nur 2% erreichen mit Mittelbetrieben von 5-20 ha ein solides Grundeinkommen. Dies spiegelt die agrar-soziale Wirtschaftsstruktur des Distrikts Sialkot wider, der als Teil des Altsiedellandes im Punjab durch eine Dominanz des landwirtschaftlichen Kleinbesitzes gekennzeichnet ist. 87% der Bauern im Distrikt Sialkot verfügen über weniger als 5 ha Ackerland. Sie bewirtschaften 61% der Agrarflächen des Distrikts. Im gesamten Punjab stellen die Kleinbauern 71% aller Landwirte mit 33% des landwirtschaftlich genutzten Landes. In Sialkot bietet die Landwirtschaft nur noch für etwa ein Drittel der Erwerbstätigen des Distrikts die Hauptquelle ihrer Existenzgrundlage. Eine Studie der Organisation Save the Children (UK) (1997:37) hat ergeben, dass 83% der Familien von Kinder-Fußballnähern verschuldet sind, während andere Familien in den selben Dörfern (als Vergleichsgruppe) dies nur zu 63% waren. Die soziale Zusammensetzung der Fußballnäher zeigt damit einen deutlichen Schwerpunkt in den unteren sozialen Schichten.

(.....)

Setzt man das Einkommen der Fußballnäher in Beziehung zu dem, was wir für einen Fußball im Geschäft bezahlen müssen, so ergibt sich folgendes Bild. Ein Fußball der mittleren Spielqualität kostet den Endverbraucher etwa 36-40 €. Von diesem Preis erhält der Fußballnäher in Sialkot nur 56 (Euro-)Cent für etwa drei Stunden Arbeit. Das bedeutet, dass bei dem Näher oder der Näherin weniger als 2% von unserem Kaufpreis ankommen! Aus Sicht von Adidas und den anderen Sportartikelkonzernen ist das Nähen eines Fußballs in den letzten Jahren sogar billiger geworden. Heute müssen sie (für einen "Durchschnittsfußball") nur noch 0,64 € statt 1,09 € zahlen und sparen damit 42% gegenüber den Kosten von vor 10 Jahren!

5. Welche Entwicklungsimpulse gehen von der Fußballproduktion aus?

Entwicklungspolitisch wird der Exportindustrie eines Entwicklungslandes häufig eine besondere Rolle zugeschrieben. Daher sollen hier kurz einige wesentliche Entwicklungsimpulse dargestellt werden, die von der Sportartikelindustrie für die Region Sialkot und für Pakistan ausgehen (zu Pakistans Industrialisierung vgl. Zimmermann 1993).
Die kontinuierlich gewachsene Weltmarktnachfrage nach Fußbällen, der arbeitsintensive Charakter der Fußballherstellung und die flexible Anpassung der Produktionsstrukturen durch die pakistanischen Exportbetriebe haben bewirkt, dass heute etwa 50-75.000 Menschen in Sialkots Sportartikelbranche Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten finden. Bei aller berechtigten und notwendigen Kritik an den Arbeitsbedingungen und dem Lohnniveau wird damit auch (!) ein Beitrag zur Linderung des Armuts- und Beschäftigungsproblems geleistet. Die Arbeitsteilung und die intensive Stadt-Umland-Verflechtung zwischen den verschiedenen Betriebstypen bewirkt aber eine nur selektive Weitergabe der ökonomischen Impulse aus dem Exportgeschäft und eine starke soziale Polarisierung. Dadurch hat sich unter den pakistanischen Firmen eine starke Hierarchie herausgebildet, in der wenige weltmarktintegrierte Sportartikelbetriebe große Teile des Exportgeschäft auf sich konzentrieren und sehr viel stärker an den Akkumulationsmöglichkeiten der Branche partizipieren. Das niedrige Lohnniveau der Fußballarbeiter verhindert andererseits die Übersetzung der Exportnachfrage in einen Nachfrageimplus auf dem Binnenmarkt, von dem nach den Annahmen der Modernisierungstheorie über einen "trickle-down-Effekt" auch binnenmarktorientierte Wirtschaftszweige profitieren sollen (vgl. Menzel 1992 oder Senghaas 1994 sowie kritisch dazu Zimmermann 1997:5-27).

Trotz der starken Expansion im Zusammenhang mit einer vermehrten Weltmarktnachfrage in den 80er und 90er Jahren ist es der Branche in Sialkot nicht gelungen, den pakistanischen Wertschöpfungsanteil zu halten oder zu erhöhen. Im Zusammenhang mit dem Übergang von der Herstellung von Lederbällen zur Fußballproduktion aus Kunstleder Anfang der 80er Jahre verlor die Lederverarbeitung in Sialkot jede Bedeutung für die Fußballproduktion. Da die chemische Industrie in Pakistan nur einfache Qualitäten von Kunstleder herstellt, ist die Branche gezwungen für 25-30% der Produktionskosten hochwertigere PU-Qualitäten in Tschechien, Großbritannien oder Japan einzukaufen. Die Fußballproduktion verlor so ihre Bedeutung als Verarbeiter lokaler Rohstoffe der Viehwirtschaft. Teilweise wurden die brachliegenden Kapazitäten der Gerbereien im Distrikt Sialkot allerdings für die Produktion von Lederhandschuhen und -bekleidung wieder nutzbar gemacht. Für den Bereich der Sportartikelherstellung entwickelte sich Sialkot aber schrittweise zu einem Standort, der sich allein durch sein handwerkliches Know-how und seine niedrigen Lohnkosten für die Weltmarktproduktion von Sportartikeln qualifiziert.

Entwicklungspolitisch gebührt der Kleinproduktion vor allem aufgrund ihres Potenzials zur Schaffung neuer Arbeitsplätze besondere Beachtung. Soll sie aber ein effektives Mittel zur Armutsbekämpfung und zur Entstehung eigenständiger interner Wirtschaftskreisläufe sein, erfordert dies eine umfassende wirtschaftliche Stärkung der ländlichen und städtischen Kleinproduzenten sowie ihre Befähigung zur aktiven Artikulation ihrer sozialen Interessen.

Für das hochverschuldete Land Pakistan sind die Exporteinnahmen durch Sportartikel grundsätzlich von großer Bedeutung und in gewisser Hinsicht unverzichtbar. Die Branche konnte von 1980 bis zum Jahr 2000 ihren Anteil am pakistanischen Export von 1,05% auf 3,26% mehr als verdreifachen. Heute exportiert Pakistan gemessen an den Erlösen mehr Sportartikel als beispielsweise Teppiche. Auf dem Weltmarkt nimmt Pakistans Sportartikelindustrie jedoch weiterhin eine untergeordnete Stellung ein. Dies soll an zwei Indikatoren verdeutlicht werden.
Gemessen am Endverbraucherpreis eines Fußball fließen nur etwa 9-10% in das Herstellerland Pakistan. Kostet der Ball beispielsweise 36 €, so erhält der pakistanische Exportbetrieb davon lediglich etwa 3,20-3,50 €. Dies nicht nur wegen des geringen Marktwerts der pakistanischen Arbeitskraft, sondern auch wegen der schwachen Verhandlungsposition der Sialkoter Fußballfirmen gegenüber Konzernen wie Adidas, Nike oder Karstadt.
Zum zweiten ist es der Sportartikelbranche in Sialkot nicht gelungen, mit dem hohen Wachstum der großen Konzerne in den letzten 20 Jahren auch nur annähernd Schritt zu halten (vgl. Tabelle 5). Während Nike seinen Umsatz bereits in den 80er Jahren verzehnfachte, gelang es den pakistanischen Sportartikelfirmen nur, ihren Umsatz (in DM berechnet) zu verdreifachen. In den 1990er Jahren konnte Sialkots Sportbranche ihre Exporte auf 243% mehr als verdoppeln. Trotzdem wuchs der Abstand zu den weltweit agierenden Konzernen weiter an, denn Adidas und Nike konnten ihren Umsatz mehr als vervierfachen.
Insgesamt zeigt dies für den Bereich der globalen Sportartikelproduktion eine zunehmende Kluft zwischen dem untergeordneten Produktionsstandort Pakistan mit nicht-existenzsichernden Löhnen einerseits und dem wachsenden Reichtum einiger weniger weltweit tätiger Konzerne (zu den Konzernstrategien siehe Punkt 7).


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Wick, Ingeborg (2001a): Workers' tool or PR ploy? A guide to codes of international labour practice. Bonn/Siegburg: Friedrich-Ebert-Stiftung/Südwind.
Wick, Ingeborg (2001b): Übersicht über die Verhaltenskodizes für internationale Konzerne. In: IG Metall (2001): Weltweit gegen Sozialdumping. Frankfurt. Zitiert nach Südwind Infos Nr. 20: 16-19
Zimmermann, Jörg (1993): Sportartikelindustrie in Pakistan. Kleinindustrie als Hoffnungsträger einer "frustrierten" Industrialisierung? In: Geographische Rundschau 45/11: 658-664.
Zimmermann, Jörg (1997): Kleinproduktion in Pakistan. Die exportorientierte Sportartikelindustrie in Sialkot/Punjab. Abhandlungen Anthropogeographie Institut für geographische Wissenschaften Freie Universität Berlin Band 57. Berlin: Dietrich Reimer Verlag.

Jörg Zimmermann, Geograph, dissertierte über die Sportartikelproduktion in Pakistan, arbeitet als Lehrer in Berlin.


Quelle: HSK/IE 20: Global Players. Kultur, Ökonomie und Politik des Fußballs. Michael Fanizadeh / Gerald Hödl / Wolfram Manzenreiter (Hg.)Frankfurt am Main: Brandes und Apsel, Wien: Südwind 2002 (Historische Sozialkunde/IE 20).
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