[VGS | Organisation | Beiträge | HSK | Querschnitte | Weltregionen | GEG | KuK | EIA | Leseproben | Vorschau | Suche | Bestellung]

Markus Cerman

Transformationsprozesse in der Sowjetunion und in Russland. Einleitung

Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 2/00. 30. Jg.

Mit diesem Heft greifen die "Beiträge zur historischen Sozialkunde" zum zweiten Mal das Stichwort "Transformationen" gegenwärtiger Gesellschaften auf. Im ersten Heft dieser Art (Nr. 4/1998) stand China seit den achtziger Jahren im Mittelpunkt. In der vorliegenden Nummer beziehen sich drei Aufsätze und die Beiträge zur Fachdidaktik auf verschiedene Aspekte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderung in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion bzw. in Russland.

Dieser Zugang entspricht der Grundkonzeption der "Beiträge" und des Fachs Geschichte und Sozialkunde: gegenwärtige Problemlagen zum Ausgangspunkt einer historischen Vertiefung zu machen und damit Entstehungsbedingungen aufzuzeigen, die in der Oberflächlichkeit medialer Diskussionen kaum Berücksichtigung finden. In der universitären Lehre tragen Hefte wie das vorliegende zur interdisziplinären Diskussion mit den stärker gegenwartsorientierten Sozialwissenschaften bei, womit wir auch den Forderungen nach mehr Interdisziplinarität im Geschichtsstudium - die Studienpläne befinden sich gerade in Reform - gerecht werden wollen. So entstammen die Autor/inn/en dieses Hefts aus unterschiedlichen Disziplinen: Geschichte, Politikwissenschaften und Ökonomie.
A. Kappeler beschäftigt sich in einem historisch länger ausgreifenden Überblick mit dem Wandel vom "Vielvölkerreich" des russischen Imperiums und der UdSSR zu den Anfang der neunziger Jahre neu entstandenen Nationalstaaten und erläutert die Grundzüge der Nationalitätenpolitik, die langfristig diese Veränderung bedingte.
H.-G. Heinrich konzentriert sich auf die Zusammenhänge zwischen politischem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Wandel in Russland in den neunziger Jahren und beschreibt die Hintergründe aktueller wirtschaftlicher Probleme und des Demokratiedefizits.
M. Ritter greift das in der politischen und medialen Diskussion sehr beliebte Schlagwort der "Zivilgesellschaft" auf und erläutert deren Entstehungsbedingungen während der UdSSR, aber auch Spezifika, die sich aus den Defiziten des Staates im Sozialbereich ergeben.

Einstieg vom Lehrplan aus:
Geschichte und Sozialkunde
8. Klasse
1. Weltpolitik und Staatenwelt seit 1945
Lernziele:
Erfassen von Veränderungen im weltpolitischen System
Lerninhalte:
Innere Probleme der westlichen Demokratien und der Volksrepubliken in Europa

Wahlpflichtfach Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung und Rechtskunde
Sachbereich: Ergänzung und Vertiefung von im Pflichtgegenstand behandelten Themen
Sachbereich: Aktuelle politische Ereignisse
Themen ergeben sich unmittelbar aus dem Zeitgeschehen

Geschichte und Politische Bildung (HTL)
V. Jahrgang
Aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen:
Veränderungen und Konflikte in Ost- und Südosteuropa
Nationalismus


Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 2/00. 30. Jg.
[VGS | Organisation | Beiträge | HSK | Querschnitte | Weltregionen | GEG | KuK | EIA | Leseproben | Vorschau | Suche | Bestellung]