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Ulf Brunnbauer / Karl Kaser

Editorial. Transformationen auf dem Balkan

Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 3/01. 31. Jg.

Südöstliches Europas, Mitte der achtziger Jahre:

Südöstliches Europa, am Beginn des 21. Jahrhunderts:

Zwischen diesen beiden Zeitpunkten sind kaum fünfzehn Jahre vergangen: eine Periode, in der das südöstliche Europa und seine Gesellschaften - zum wiederholten Male im 20. Jahrhundert - dramatischen Veränderungen ausgesetzt waren. Kommunistische Diktaturen wurden in parlamentarische Demokratien umgewandelt, sozialistische Ökonomien in marktwirtschaftlich-kapitalistische. Dieser Transformationsprozess war und ist mit enormem Leid verbunden. Die Kriege im ehemaligen Jugoslawien forderten Hunderttausende Opfer, und auch die nicht vom Krieg betroffenen Länder werden von langandauernden Wirtschaftskrisen geplagt, die Millionen Menschen unter die Armutsgrenze zwingen.
Heute bieten sich aber neue Perspektiven: Eine Integration in die Europäische Union ist nicht nur die einzige Alternative aus wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch aus friedenspolitischer. Eine solche Integration setzt von der Seite der EU freilich ein Bewusstsein nicht nur für die politische und ökonomische Lage, sondern auch für die Lebensrealitäten der Bewohnerinnen und Bewohner der Region voraus. Mit diesem Heft, das sich sozialen und kulturellen Aspekten der sogenannten Transitions-Periode im südöstlichen Europa widmet, hoffen wir, zu einem solchen Verständnis beizutragen.

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Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 3/01. 31. Jg.
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