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Karl Husa, Helmut Wohlschlägl

Von der "alten Seßhaftigkeit" zur "neuen Dynamik der Mobilität" - Migrationsvorgänge in Südostasien im Umbruch

Abbildungen 1 - 3

Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 3/95. 25. Jg. S. 85 - 95.


Abbildung 1: Stand des "Demographischen Übergangs in Asien (ohne Westasien) 1994

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Quelle: Eigener Entwurf, zusammengestellt nach Daten des Population Reference Bureau 1994

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Abbildung 2: Wilbur Zelinskys "Hypothesis of the Mobility Transition"

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Demographischer Übergang"Mobilitätsübergang"
1) Prätransformative Phase

hohe, kaum voneinander abweichende Geburten- und Sterberaten; letztere können größere Schwankungen aufweisen und zeitweilig die Geburtenraten übertreffen; Bevölkerungswachstum: gering.

1) "Vormoderne" traditionelle Gesellschaft

a) Nur geringe Migrationsvorgänge, nur wenig temporäre Mobilitätsvorgänge (Zirkulation), z.B. in Zusammenhang mit Landnutzung, Besuchsreisen, Handel, Kriegen, religiösen Praktiken etc.

2) Frühtransformative Phase

Geburtenrate hoch oder sogar leicht steigend, Sterberate sinkt langsam, aber nicht gleichmäßig: "Bevölkerungsschere" öffnet sich.

2) Frühtransformative Gesellschaft

a) Massive Wanderungsvorgänge vom Land in die Städte (alte und neue).
b) Beträchtliche Wanderungsvorgänge der ländlichen Bevölkerung in Neusiedlungsgebiete (Neulandkolonisation), falls vorhanden.
c) Starke Abwanderungsströme nach fremden Destinationen (z. B. ins Ausland).
d) Unter bestimmten Umständen geringe Zuwanderungsvorgänge von hochqualifizierten Arbeitskräften aus entwickelten Teilen der Welt in weniger entwickelte Gebiete.
e) Markantes Ansteigen aller Formen zirkulärer Mobilität.

3) Mitteltransformative Phase

Sterberate fällt weiter und erreicht bereits ein sehr niedriges Niveau; Geburtenrate geht langsam zurück; die "Bevölkerungsschere" ist am weitesten geöffnet.

3) Spättransformative Gesellschaft

a) Land-Stadt-Wanderung noch immer dominierend, aber nachlassende Tendenz.
b) Abflauende Wanderung in die Neusiedlungsgebiete.
c) Auswanderung läßt nach oder hat bereits aufgehört.
d) Zirkulation nimmt weiter an Bedeutung und Komplexität zu.

4) Spättransformative Phase

Sterberate sinkt kaum noch, Geburtenrate sinkt jetzt rasch ab, die Bevölkerungsschere schließt sich langsam.

5) Posttransformative Phase

Geburten- und Sterberate sind stabil und niedrig; Bevölkerungswachstum oszilliert um das Nullwachstum.

4) Posttransformative Gesellschaft ("Advanced Society")

a) Räumliche Mobilität oszilliert auf höchstem Niveau.
b) Bedeutung der Land-Stadt-Wanderung geht weiter zurück.
c) Sehr starke inter- und intraurbane Migrationsvorgänge.
d) Grenze der Neulanderschließung (wenn vorhanden) stagniert oder geht zurück.
e) Starke Arbeitskräftezuwanderung aus unterentwickelten Gebieten.
f) Stark beschleunigte Zunahme der zirkulären Mobilität (besonders der wirtschaftlich oder der freizeitorientierten Formen).

6) Zukünftige Phase

keine plausiblen Annahmen möglich

5) Zukünftige Gesellschaft ("Superadvanced Society")

Möglicherweise Abnahme der Migration durch bessere Kommunikations- und Transportmittel; fast alle Wanderungsvorgänge sind inter- oder intraurban; Zirkulation nimmt weiter zu (möglicherweise Enstehen neuer Formen); weiter anhaltende Zuwanderung ungelernter Arbeitskräfte aus dem weniger entwickelten Ausland; eventuell Vorherrschen strikter politischer Kontrollmaßnahmen der Mobilität, sowohl national als auch international.

Quelle Abb.2: Zelinsky 1971; ins Deutsche übersetzt, geringfügig modifiziert und gekürzt

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Abbildung 3: Entwicklung der "klassischen", permanenten Emigration aus Südostasien in ausgewählte Zielregionen 1960/69 bis 1980/89

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Quelle: Erstellt nach Daten der United Nations Population Division aus Hugo 1995

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Quelle: Beiträge zur historischen Sozialkunde. Nr. 3/95. 25. Jg. S. 85 - 95.
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