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Peter Feldbauer, John Morrissey

Italiens Kolonialexpansion im östlichen Mittelmeer

Quelle: Querschnitte 2: Von der mediterranen zur atlantischen Expansion. Herausgegeben von Peter Feldbauer, Gottfried Liedl, John Morrissey. Wien: Turia + Kant 1999.

Die Geschichte Italiens und Portugals vor 1500 verdeutlicht: Die Anfänge der europäischen Expansion sind untrennbar mit der spezifischen Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung der iberischen Staaten, mit den Aktivitäten ihrer Seefahrer, Kaufleute, Adelsfamilien und Monarchen verbunden, lassen sich aber nur im gesamteuropäischen Kontext begreifen und sind ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse und Möglichkeiten des internationalen Kaufmannskapitals nicht plausibel zu erklären. Neben oberdeutschen und niederländischen Handelshäusern trugen besonders die Kaufleute der traditionsreichen italienischen Stadtstaaten wie Genua, Venedig, Pisa und Florenz zum Erfolg des iberischen Ausgreifens nach Übersee und zum Aufbau einträglicher Kolonialreiche in Amerika und Asien bei. Die Bedeutung des oberitalienischen Kaufmannskapitals ergibt sich aber nicht nur aus der Teilnahme an iberischen Überseeunternehmungen, sondern hängt auch mit den bereits im Hochmittelalter einsetzenden eigenen Kolonialaktivitäten zusammen, die den Mittelmeerraum sowie die atlantischen Inseln vor der iberisch-westafrikanischen Küste betrafen (Curtin 1990:3ff; Epstein 1996; Jones 1997).
Als Gegenleistung für ihre unentbehrlichen Flotten- und Militärdienste während der Kreuzzüge sicherten sich Pisa, Genua und natürlich auch Venedig, neben Handelsprivilegien und 'nationalen' Kaufleutequartieren in den größeren Hafenorten Palästinas, bisweilen auch einige Dörfer und kleine stadtnahe Territorien, die viel direkter als die wesentlich umfangreicheren Besitzungen der französischen Lehensfürsten politisch mit der jeweiligen Metropole verbunden waren und die vorrangig den spezifischen wirtschaftlichen Zielen des italienischen Kaufmannskapitals dienten (Griffiths 1981:75). Die Venezianer begannen beispielsweise auf den Ländereien, die ihnen im Jahr 1124 im Raum von Tyrus verliehen worden waren und wo es schon in islamischer Zeit Zuckerrohrfelder und -mühlen gegeben hatte, umgehend eine exportorientierte Zuckerproduktion, deren Technologie sie von den Arabern übernahmen und später auf andere Mittelmeerkolonien und die iberischen Atlantikinseln übertrugen. Während sie sich für die extensive, ertragsarme Landwirtschaft der ihnen verliehenen Dörfer weniger interessierten, betrieben sie den Anbau von Zuckerrohr auf den küstennahen Landstrichen in Eigenregie. Die Kultivation der Plantagen bewerkstelligten sie mittels Frondiensten, durch Sklaveneinsatz und gegebenenfalls Lohnarbeit. Offensichtlich vollzogen die Venezianer spätestens im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts eine Neuorientierung ihrer Politik im Nahen Osten. Sie begnügten sich nicht mehr mit Handelsprivilegien und Flottenstützpunkten, sondern strebten auch die Hoheit über Landgebiete zur Einrichtung von Kolonialökonomien an (Verlinden 1970:4f; Mayer 1980:16f; Prawer 1980).
Die italienischen Kolonialaktivitäten in der Levante blieben nicht auf Palästina beschränkt, sondern griffen bald auf die Inseln des östlichen Mittelmeeres und auf das südosteuropäische Festland über. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde Zypern zu einem Königreich der französischen Lusignans, das infolge einträglicher Wein-, Baumwoll- und später auch Zuckerpflanzungen sowie infolge seines Wertes als Zwischenstation im Handel mit den Mamluken für Genuesen und Venezianer von größtem Interesse war. Schon seit dem 13. Jahrhundert strebte Genua schrittweise eine Vormachtstellung auf der Insel an, Venedig vermochte seine Interessen aber trotz verschiedener Rückschläge ebenfalls zu behaupten. Die Flottenexpedition einer privaten Kompanie genuesischer Kaufleute und Patrizier verdrängte im Jahre 1373 die venezianischen Konkurrenten zwar aus einigen, aber keineswegs aus allen Positionen und machte Zypern zu einem Protektorat. Mehrere Versuche des zypriotischen Königshauses, im Zusammenspiel mit Venedig und den Visconti die genuesische Herrschaft abzuschütteln, mißlangen. Die Verwaltung und Ausbeutung der neuen Kolonie überforderte jedoch die organisatorische und finanzielle Kapazität der genuesischen Unternehmer, die daher ihre Besitzungen 1447 der Bank San Giorgio übergaben. Aber auch diese machtvolle Institution konnte die wirtschaftlichen Möglichkeiten nur unzulänglich nützen und die Herrschaft Genuas nicht stabilisieren. Im Jahr 1489 wurde Zypern schließlich von Venedig, das seinen Einfluß im Verlauf mehrerer Jahrzehnte wieder zurückgewonnen und sogar vergrößert hatte, annektiert. Ab diesem Zeitpunkt setzte die Umformung der Ökonomie des politisch völlig zerrütteten Inselkönigtums nach den Interessen der adriatischen Handelsmetropole ein (Thiriet 1959:329ff; Heers 1961:374ff; Maier 1982:123ff).
Der Kern des venezianischen Kolonialimperiums im östlichen Mittelmeer war wesentlich älteren Datums als die Besetzung Zyperns. Die palästinensischen Territorien gingen zwar im 13. Jahrhundert endgültig verloren und die Kaufmannsniederlassungen im Byzantinischen Reich waren im 12. Jahrhundert keine Kolonien. Der Sturz des griechischen Kaiserreiches als Ergebnis des Vierten Kreuzzuges ermöglichte indessen seit 1204 die Annexion eines umfangreichen, wenngleich zerstreuten Kolonialbesitzes in Kleinasien und im ägäischen Raum. Vieles davon ging bald wieder verloren, vor allem der Großteil der Kykladen: 1205 ließ Doge Pietro Ziani - ganz im Gegensatz zur dirigistischen Politik der Serenissima - dem Patriziat bei Besitznahme und Verwaltung der Inseln freie Hand, solange die neuen Herren Bürger Venedigs blieben und die Gesetze der Republik respektierten. Naxos, Anafi, Santorini, Andros, Tinos, Mykonos und Kos wurden Eigentum von Familienmitgliedern der venezianischen Nobilität - der Sanudo, Foscolo, Barozzi, Ghisi und Giustiniani. Anders als in Kreta oder Euböa unterließ es die Signoria, die im "Herzogtum des Archipels" vereinten Inseln strikter Kontrolle zu unterwerfen. Was prompt zu chaotischen Zuständen führte und die Ambitionen der Dogenrepublik im östlichen Mittelmeer gefährdete: Extreme Besteuerung der lokalen Bevölkerung, Verletzung religiöser Gefühle der orthodoxen Griechen, Provokation der Türken sowie ständige Scharmützel mit den Nachbarinseln (Vlasto 1913:13; Morris 1990:47ff). Diese unhaltbare Situation erklärt auch, warum die sonst so entschlossene und notfalls mit aller Härte agierende Signoria wenig unternahm, um die Besetzung der Inseln durch neue Herren - Franken, Griechen oder Türken - zu verhindern.
Kreta, Euböa und einige kleinere Inseln wurden langfristig zu Knotenpunkten im Wirtschaftssystem Venedigs (Scammel 1981:94f; Braudel 1990a:XXXff; ders. 1990b:122ff). Nach dem Vierten Kreuzzug zunächst Bonifaz von Montferrat zugesprochen, erwarben die Venezianer Kreta um bares Geld und traten Ansprüche auf ein großes Gebiet anderwärts ab - deutliche Zeichen für die große ökonomische und politische Bedeutung der Kolonie, deren vollständige Unterwerfung viele Jahrzehnte in Anspruch nahm. Venedigs Vorgehen kam gerade zur rechten Zeit, denn auf einem Teil der Insel hatten sich bereits Genuesen niedergelassen, - ein verständlicher Wettlauf, wenn man die ideale Lage Kretas zwischen Europa, Afrika und Asien bedenkt (Thiriet 1959:95ff; Scammel 1981:94ff).
Genua war als Kolonialmacht nicht annähernd so erfolgreich wie Venedig. Nach dem Fall des venezianisch dominierten lateinischen Kaiserreiches und der Rückeroberung Konstantinopels durch den byzantinischen Kaiser Michael VIII. im Jahr 1261 hatte Genua infolge eines Flottenbündnisses mit den Siegern großen Einfluß im Bereich des Schwarzen Meeres, insbesondere auf der Halbinsel Krim, erlangt. Eine Reihe von Handelsniederlassungen am kleinasiatischen Festland sowie mehrere Inseln entschädigten für den Verlust der Positionen in Palästina an den Islam und bildeten den Kern des genuesischen Imperiums im östlichen Mittelmeer, zu dem seit 1301 bzw. endgültig seit 1346 auch Chios sowie später Zypern zählten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war davon lediglich die Insel Chios übrig, die bis 1566 von Genua kontrolliert wurde, ehe sie an die Türken verloren ging. Nur auf Chios erfolgte, analog zu den venezianischen Kolonien, eine gezielte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nach den Bedürfnissen der Metropole (Balard 1978; Scammel 1981:183ff).
Sobald auf den einzelnen venezianischen und genuesischen Kolonialbesitzungen innere Stabilität hergestellt war, was bisweilen mehrere Generationen beschäftigte, begann der Ausbau von exportorientierten Monokulturen: Kreta wurde auf Zucker und Wein spezialisiert; Korfu hauptsächlich auf Wein; Chios, das auch ein wichtiger Alaunexporteur war, auf das insbesondere in Ägypten nachgefragte Gewürz Mastix; Zypern, zur Zeit Genuas noch ein wichtiger Getreidelieferant, produzierte unter venezianischem Einfluß Zucker, Baumwolle und Wein. Die allmähliche Transformation zu einseitigen Kolonialökonomien erfolgte allerdings längst nicht so rasch und radikal wie später auf den Azoren, Kanaren und in der Karibik unter portugiesischer bzw. spanischer Herrschaft.

Kreta

Damit Kreta die ihm zugedachte wichtige Position im venezianischen Handels- und Kolonialsystem auch erfüllen konnte, mußten zwei Probleme gelöst werden. Einerseits sollten die Häfen absolut sichere Stützpunkte des Transithandels werden, was die militärische Kontrolle der ganzen Insel nahelegte. Andererseits erforderte eine dauerhafte Beherrschung der relativ großen Insel eine möglichst effiziente Nutzung der lokalen Ressourcen, die zunächst wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse des Fernhandels und die Versorgung Venedigs nahm, später aber profitable Exportgeschäfte ermöglichte. Beide Probleme löste die Signoria, indem sie Kreta in zweihundert Ritterlehen unterteilte und venezianischen Adeligen zuwies und an gemeine Soldaten Knappenlehen vergab (Lane 1980:152). Die so geschaffene lateinische Oberschicht erwies sich nicht nur bei der Unterdrückung der griechischen Bevölkerungsmehrheit und bei der Niederschlagung mehrerer Aufstände als erfolgreich, sie trug auch in eigenem Interesse zur Intensivierung der Landwirtschaft bei. Die Administration der Insel war in vielen Bereichen ein Spiegelbild der venezianischen Verwaltung. Kreta war wie die Mutterstadt in sechs Bezirke aufgeteilt, die auch die entsprechenden Namen trugen: San Polo, Dorsoduro, Castello, San Marco, Cannareggio und Santa Croce. Jeder Auswanderer sollte sich hier zu Hause fühlen, jeder Einheimische daran erinnert werden, wer hier regierte. Als Regierung fungierte eine von der Markusrepublik auf zwei Jahre eingesetzte dreiköpfige Signoria, beratend stand ihr der Große Rat der Nobilität zur Seite. Die Signoria hatte sich strikt an die Anweisungen Venedigs zu halten, was von Inspektoren, den "sapientes" und "proveditori" in regelmäßigen Abständen überprüft wurde (Morris 1990:71). Rege Bautätigkeit untermauerte den Herrschaftsanspruch der neuen Herrscher: eines der ersten fertiggestellten Gebäude in der Hauptstadt Candia, wie die Venezianer Iraklion und die Insel nannten, war 1239 bezeichnenderweise die Markuskirche - ein klares politisches Signal an die orthodoxe Bevölkerung. Die wichtigsten Städte sowie vorgelagerte Inselchen erhielten Befestigungsanlagen, in Candia und Chania wurden Arsenale eingerichtet, die Hafenanlagen erweitert.
Im ersten Jahrhundert der venezianischen Herrschaft auf Kreta dominierte eine extensive Landwirtschaft, die mit einer wenig entwickelten Technologie auskam und unter Arbeitskräftemangel litt. Produziert wurden hauptsächlich Getreide und Wein, aber auch Käse, Wolle und Leder - anfänglich aber alles eher unregelmäßig und in relativ geringen Quantitäten, so daß nicht nur größere Exporte in die Metropole ausblieben, sondern selbst die Versorgung der venezianischen Streitmacht, deren Umfang infolge des hartnäckigen Widerstandes auf der Insel ständig wuchs, Schwierigkeiten bereitete (Luzzatto 1961:63). Analog zu Euböa hatten die Venezianer allerdings auch auf Kreta die fruchtbarsten und am besten bewässerten Gebiete in Besitz genommen und umfangreiche Maßnahmen zur Förderung eines produktiveren, kommerzialisierten Agrarsektors eingeleitet, wobei Schutz und Melioration von Böden - die vielen Dekrete zur Bewässerungs-und Mühlenorganisation sind eindrucksvolle Belege -, die Unterstützung einer effizienten Viehhaltung und seit dem späten 13. Jahrhundert die Vermehrung des Arbeitskräfteangebots durch fallweise Sklavenimporte - vorwiegend aus Südosteuropa, Rußland und Südwestasien - im Vordergrund standen. Im Verein mit der Ausdehnung der venezianischen Herrschaft auf immer größere Teile der Insel führten die Bemühungen der Kolonialherren und einiger mit ihnen kollaborierender einheimischer Großgrundbesitzer dazu, daß Kreta zu einem wichtigen Weizenexporteur und im 14. Jahrhundert sogar zur Kornkammer Venedigs wurde. Die Olivenkulturen machten zwar ebenfalls Fortschritte, erlangten aber nie einen Stellenwert wie auf Korfu, von wo Olivenöl in größeren Mengen ausgeführt wurde. In der Weinproduktion war Kreta aber Korfu sowohl der Quantität als auch der Qualität nach deutlich überlegen.
Der im späten 14. Jahrhundert einsetzende Aufstieg der Zucker- und Baumwollproduktion, begleitet von der Intensivierung des Weinbaus und ergänzt um erste Salz- und Alaunexporte, signalisiert die nun rasch voranschreitende Transformation Kretas in eine typische, völlig von den Interessen der Markusrepublik geprägte Kolonialökonomie. Die Brechung des letzten Widerstandes in entlegenen Teilen der Insel, zum Beispiel in den rebellischen Dörfern der fruchtbaren Lassithihochebene, die Ausdehnung der venezianischen Herrschaft auf fast alle Landesteile, die Fortschritte bei der Bodenbewässerung und eine rasche, durch Zuwanderung und - in viel geringerem Maß - Sklavenimporte geförderte Zunahme der Bevölkerung ermöglichten ein allgemeines Wachstum der Landwirtschaft, die auch zu Beginn des 15. Jahrhunderts noch im Zeichen der Getreideausfuhren in die Metropole und sogar in andere venezianische Kolonien in der Ägäis stand. Daneben traten aber die Produktion von Olivenöl und insbesondere der Weinbau - von dessen Herstellung und Vertrieb immer mehr Inselbewohner lebten - stärker in den Vordergrund. Es gibt kaum ein wichtiges oberitalienisches Handelshaus, in dessen Büchern der Transport und Verkauf von Kretawein nicht verzeichnet ist und die verschiedenen venezianischen Galeerenlinien lieferten die begehrte Fracht in den gesamten Mittelmeerraum, aber auch bis Flandern und England (Thiriet 1959:413ff; Solow 1987:53ff; Blackburn 1997:76ff). Der Großteil des schweren und teuren Weines wurde allerdings zum Eigenbedarf in die Markusrepublik verschifft.
Die besonders im Fall von Kreta und Zypern klar erkennbaren verhängnisvollen Auswirkungen venezianischer Kolonialherrschaft erreichten noch nicht jenes Maß an Deformation und Zerstörung, das im 16. Jahrhundert für die iberischen Kolonien auf den atlantischen und westindischen Inseln typisch werden sollte. Sowohl die Verwaltungsorganisation als auch die Formen ökonomischer Penetration und Ausbeutung seitens der Markusrepublik waren zwar wichtige Vorbilder für die mit starker italienischer Beteiligung vorangetriebene portugiesische und spanische Kolonialexpansion. Die italienischen Kolonialaktivitäten stellen aber keine vergleichbare Chronik totaler Zerstörung der eroberten Regionen und Kulturen oder gar völliger Ausrottung der unterworfenen Bevölkerung dar. Nicht nur, daß die Venezianer auf Kreta einem Teil der griechischen Aristokratie Land und Privilegien beließen, einen gewissen Ausgleich mit der griechisch-orthodoxen Kirche suchten und bisweilen sogar loyale Leibeigene rechtlich besserstellten - die venezianischen Kolonialfunktionäre wiesen darüber hinaus vielfach ein relativ ausgeprägtes Pflichtbewußtsein auf, das zwar harte Repressionsmaßnahmen zugunsten der Serenissima ebenso als korrekte Diensterfüllung einschloß wie massive wirtschaftliche Ausbeutung im Interesse des Kaufmannskapitals der Metropole, das aber doch ein grundsätzliches Interesse an der Lage der beherrschten Bevölkerung sowie einen Sinn für die Grenzen von Unterdrückung zuließ.
Die Grundzüge venezianischer Kolonialpolitik wurden von einer Kommission des Senats festgelegt. Die Metropole traf in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kolonialverwaltung die strategischen Entscheidungen und bestimmte den Beitrag jeder Kolonie für Flotte und Armee. Kreta mußte etwa im Spätmittelalter ständig zwei bis vier Kriegsgaleeren stellen. Alle Kolonialgebiete wurden einer diskriminierenden, protektionistischen Wirtschaftspolitik unterworfen, die direkte Handelskontakte nur mit der Metropole vorsah, die Entwicklung eines selbständigen Gewerbes möglichst unterbinden und die abhängigen Regionen auf den Export von Nahrungsmitteln bzw. Rohstoffen festlegen sollte. Diesen Maßnahmen, deren Bedeutung für die Entfaltung der ausgedehnten Exportplantagen augenfällig ist, entsprach eine lückenlose, regelmäßige und sehr erfolgreiche Steuereintreibung durch Kolonialfunktionäre, die anders als ihre portugiesischen und spanischen Kollegen in Asien oder in Lateinamerika, willens und in der Lage waren, bilanztechnisch exakte Rechnungsbücher zu führen. Die alljährlichen Grundsteuern und indirekten Taxen wurden gelegentlich - etwa im Kriegsfall - durch Sonderabgaben erhöht und durch die Einkünfte aus dem Salzmonopol ergänzt. Ähnlich straff wie die Besteuerung war auch das System marktunabhängig fixierter Preise, das beispielsweise den getreideproduzierenden Grundherren auferlegt wurde und eine ziemlich kostengünstige Versorgung Venedigs trotz erheblicher Zwischenhandelsgewinne ermöglichte.
Venedigs Herrschaft über Kreta dauerte über 450 Jahre. Schließlich konnte die Signoria dem Druck der Osmanen, die seit 1645 die Insel heftig angriffen und immer größere Teile in Besitz nahmen, nicht länger standhalten. Umso mehr als die zur Verteidigung Candias aufgebotene christliche Flotte - Venedigs Verbände wurden durch Schiffe aus Malta, Neapel, dem Kirchenstaat und der Toskana verstärkt - wegen Kompetenzstreitigkeiten höchst unglücklich agierte und türkische Landungsunternehmungen nicht verhindern konnte. Dabei wären die Europäer mit über 100 Galeeren und Galeonen den Osmanen zur See ebenbürtig gewesen. Der Krieg sollte 24 Jahre dauern. Venezianische Schiffe attackierten die Türken in der nördlichen Ägäis, das Ziel, den feindlichen Nachschub zu unterbrechen beziehungsweise die Dardanellen vollkommen zu blockieren, wurde verfehlt. Im September 1669 mußte die Hauptstadt, die seit Kriegsbeginn belagert worden war, kapitulieren (Lane 1980:620f und Morris 1990:88ff).
Das genuesische Kolonialreich im östlichen Mittelmeer erlangte nie die ökonomische und militärische Bedeutung des venezianischen Imperiums: aufgrund ständiger innenpolitischer Krisen, welche die ligurische Handelsmetropole zum Spielball ausländischer Interessen machten, mißlang der Aufbau eines straff organisierten und dauerhaften Kolonialsystems. Zwischen 1453 und 1457 verlor Genua die Vorherrschaft auf Zypern sowie den Großteil seiner Besitzungen im Schwarzen Meer und in der Ägäis.

Zypern und Chios

Anders als im Falle des venezianischen Kreta, wo hochrangige Amtsinhaber der Markusrepublik an der Spitze der Kolonialregierung standen, lag die Verwaltung Zyperns in den Händen der Maona, einer privaten Finanzgesellschaft genuesischer Bankiers, die schon die militärische Aktion zur Eroberung der Insel getragen hatte. Für die Maona war Zypern nur ein Ausbeutungsobjekt, dessen Abgaben und Zölle rigoros eingetrieben wurden, dessen agrarische und gewerbliche Ressourcen man aber nicht optimal zu nutzen verstand (Maier 1982:123f; Heers 1961:376). Die Ausfuhr von Weizen, Wein und Indigo nach Europa, die Salztransporte nach Rhodos, die Kontrolle eines Teils der Textilproduktion waren zwar durchwegs profitable Unternehmungen, eine gezielte Ausdehnung der gewinnbringenden Plantagenkulturen in Eigenregie wurde aber nicht einmal versucht und Anreize für Kommerzialisierung und Produktionssteigerung der Landwirtschaft fehlten völlig. Die venezianischen Cornaros, deren Interessen die Markusrepublik auch in der Ära des genuesischen Protektorats energisch und erfolgreich verteidigte - dies gilt auch für alle anderen auf Zypern ansässigen Venezianer -, blieben bezeichnenderweise die wichtigsten ausländischen Zuckerproduzenten und exportierten weiterhin die größten Zucker-, Salz- und Baumwollmengen mit Hilfe ihrer Konzessionen von der Südseite der Insel (Lane 1980:284).
Im Rahmen des genuesischen Imperiums im östlichen Mittelmeerraum erfuhr nur das seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts besetzte, im Vergleich zu Kreta und Zypern sehr kleine Chios die für die venezianischen Besitzungen typische Transformation zu einer hochspezialisierten Kolonialökonomie. Seit dem 11. Jahrhundert wurde die fruchtbare und strategisch günstig gelegene Insel Ziel der Machtinteressen verschiedenster Herrscher: des türkischen Korsaren Tzachas, Venedigs, Byzanz' und, als Folge der Verträge des Jahres 1261, Genuas. Benedetto Zaccaria, der 1301 die Insel übernahm, war der Prototyp des genuesischen Karrieristen: Als junger Mann erhielt er von Michael Paleologos die Nutzungsrechte über die Alaunvorkommen Foceas in der Nähe Smyrnas; auf Zaccarias eigenen Schiffen wurde das für die textile Farbfixierung so wichtige Mineral nach Genua und Flandern transportiert, auf dem Retourweg Waren jeder Art in die Romania und an die Schwarzmeerküste gebracht, wo der Genuese über eine Reihe von Stützpunkten verfügte. Er bereiste im diplomatischen Dienst des byzantinischen Kaisers Europa, nahm 1284 mit mehreren Galeeren an der Entscheidungsschlacht zwischen Genua und Pisa bei Meloria teil, ein Jahr später erzwang er in einem Bravourstück die Öffnung des pisanischen Hafens. Als sich die Kolonie im syrischen Tripolis von der Georgsrepublik lossagte, unterstützte Zaccaria die Rebellen. 1293 blockierte seine Flotte im Auftrag des kastilischen Königs die Straße von Gibraltar, 1294 ernannte ihn der französische König zum Admiral. Die ihm von Byzanz überlassene Insel Chios fiel nach seinem Tod wieder an den Kaiser (Vlasto 1913:14ff; Renouard 1981: 299; Zazzu 1993:75).
1346 wurde Chios endgültig genuesisch, dynastische Probleme in Konstantinopel machten die Eroberung zu einer leichten Angelegenheit. Von Beginn an waren es private Familien, welche die Insel im Namen der Republik verwalteten und als die Signoria die Kosten für die Okkupation nicht bezahlen konnte, mußte sie alle Hoheitsrechte an die Maona, die sich nach der einflußreichsten Familie "albergo degli Gustiniani" nannte, abtreten (Vlasto 1913:21ff; Zazzu 1993:64). Die Maona kontrollierte und monopolisierte nicht nur den gesamten Handel, sondern erwarb auf Chios sowie den benachbarten Küstenstrichen auch ausgedehnten Grundbesitz, übte volle Rechtsprechung über ihre Untertanen aus, zog alle Steuern, Taxen und sonstigen Abgaben ein und verfügte sogar über weitreichende politisch-militärische Handlungsfreiheit.
Die Maona unterteilte Chios in zwölf Verwaltungsbezirke, die von alle drei Monate ausgewechselten Nomarchen geleitet wurden. Dieser "Rat der Zwölf" hatte nicht nur administrative Aufgaben, er war auch für die Rechtsprechung zuständig. In besonders wichtigen Angelegenheiten trat die "Quarantina" zusammen, ihre 40 Mitglieder - allesamt aus der Maona - wurden durch Los bestimmt. Die ausgewogene Machtverteilung innerhalb der Aristokratie fand in der untersten Verwaltungsebene keine Entsprechung, im Gegenteil: die lokalen Beamten wurden nicht nur "Protogeronten" sondern auch "Despoten" genannt, sie gingen auch bei geringsten Vergehen mit außergewöhnlicher Strenge gegen die lokale Bevölkerung vor. In diesem Zusammenhang ist der Name eines Dörfchens unweit von Chios-Stadt bezeichnend: in Sklavia befand sich das größte Gefängnis der Insel (Vlasto 1913:30). Die mit Chios verbundenen Festlandbesitzungen gingen zwar im Zuge der türkischen Expansion, unmittelbar nach der Eroberung Konstantinopels verloren. Die Insel selbst verblieb aber ein weiteres Jahrhundert unter genuesischer Kontrolle, da die Tätigkeit der italienischen Kaufleute, die der Pforte alljährlich Tribut entrichteten, für den Außenhandel des Osmanischen Reiches äußerst vorteilhaft war (Heers 1961:387f).
Die starke und stabile Position der Maona erlaubte den Ausbau von Chios zur wichtigsten Drehscheibe des genuesischen Handels im östlichen Mittelmeer, der sich insbesondere in der nördlichen Ägäis und im Schwarzen Meer konzentrierte und die Märkte Kleinasiens, des Balkans, aber auch Persiens sowie des fernöstlichen Festlands erschloß. Die benachbarte Lage von Bursa, wo sich zwei alte Karawanenrouten für Seide und Gewürze kreuzten, machte Chios zu einem Stapelplatz für diese Güter, wobei die asiatischen Gewürze aber nur eine sekundäre Rolle spielten. Neben der Seide aus der Region des Kaspischen Meeres erreichten auch arabische Duftstoffe und persische Perlen Chios auf diesem Weg. Vom Balkan kamen über Saloniki Früchte und Textilien, aber auch Sklaven; Kleinasien lieferte insbesondere Weizen, Alaun, Baumwolle, Pech, Holz und Färbstoffe, dh. wichtige Rohstoffe für die Textil- und Schiffsindustrie (Heers 1961:388ff und 416ff). Beim Großteil dieser Güter handelte es sich lediglich um Transitwaren, für die Chios infolge der günstigen Lage zum beliebten Umschlagplatz geworden war. Vor allem kleinasiatische Produkte gelangten bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts fast ausschließlich auf diesem Weg nach Italien, ins westliche Mittelmeer und nach Nordwesteuropa. Die in der Region um Bursa gezogene Baumwolle beispielsweise wurde um 1450 bis nach Flandern, nach Südfrankreich, Mallorca sowie in die islamischen Fürstentümer Nordafrikas und Spaniens geliefert.
Chios spielte im genuesischen Kleinasien- und Schwarzmeerhandel offenkundig eine ähnliche Rolle wie Kreta und Zypern im venezianischen Levantegeschäft. Die Ähnlichkeit geht aber noch weiter: auch auf Chios und den damit verbundenen, ebenfalls von der Maona kontrollierten Festlandbesitzungen wurde die regionale Exportproduktion auf Kosten der Lokalversorgung forciert und völlig in den Dienst des ligurischen Kaufmannskapitals gestellt. Einerseits gelang es den Genuesen, die Landwirtschaft der Insel nach strikt kommerziellen Interessen auf die Produktion von Mastix, Wein und Seide zu spezialisieren. Andererseits weitete man die Pechgewinnung aus, vor allem aber trachtete man, die Produktion von Alaun in den chiosnahen Fundstätten in Eigenregie zu betreiben, auszuweiten und die Ausfuhr zu monopolisieren. Das letztere gelang so gut, daß die mächtigen genuesischen Produktions- und Vertriebskonsortien in den Jahrzehnten bis zur türkischen Eroberung Konstantinopels den abendländischen Alaunhandel fast lückenlos kontrollierten (Heers 1961:393ff).
Neben dem für Europas Textilgewerbe unentbehrlichen Alaun war insbesondere Mastix als Exportgut sehr geschätzt und gewinnbringend. Dieses in den arabischen Ländern stark nachgefragte aromatische Harz kam fast ausschließlich von Chios, das deswegen auch Mastixinsel genannt wurde (Heyd 1923:634). Mastix dient bis heute mit seinem feinen rauchigen Geschmack der Aromatisierung von Süßspeisen und Likören, vor allem gilt es als ideales Zahnpflegemittel. Infolge gezielter Förderungsmaßnahmen durch die Maona konnte die Produktion enorm gesteigert und dadurch die genuesische Kaufkraft auf den Märkten Syriens und Ägyptens erheblich verbessert werden. Allerdings versuchte das Konsortium zur Preisstabilisierung Überproduktion zu verhindern, gegebenenfalls verbrannte man auch Mastixernten (Vlasto 1913:42). Welche Bedeutung die Genuesen dem Anbau dieses seltenen Naturproduktes beimaßen, zeigt sich an ihrem zurückhaltenden Vorgehen in der Mastixochoria genannten Region. Die ansässige Bevölkerung wurde nicht feudalisiert und genoß im Vergleich zu den Griechen im Norden der Insel wesentlich mehr Freiheiten. "Auch wenn es strengste Vorschriften über das Sammeln des Mastix und den Schutz des Monopols gab, waren die Genuesen selbst nicht an Grundbesitz interessiert." (Bouras 1984:33)
Im Verein mit der planmäßigen Ausdehnung der Wein- und Maulbeerbaumkulturen, die eine sprunghafte Expansion der Wein- und Seidenausfuhr nach sich zog, entstand auf Chios die für Kolonialökonomien typische exportorientierte Landwirtschaft. Eine gezielte Landvergabe- und Steuerkonzessionspolitik zog viele genuesische Familien aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten auf die Insel, die sich nicht nur in den Hafenstädten niederließen, sondern im Falle bäuerlicher Herkunft auch aufs Land zogen. Dies alles förderte den Zustrom von Kaufmannskapital in den exportorientierten Agrarsektor, in dem neben der unterdrückten griechischen Inselbevölkerung und einigen importierten Sklaven immer häufiger auch eingewanderte ligurische Bauern auf der Basis von Halbpachtverträgen tätig wurden. Obwohl diese in der Regel zwei Drittel ihrer Ernteerträge an ihre reichen, grundbesitzenden Landsleute abgeben mußten, war ihre Rechtslage doch viel besser als die der Griechen, die als Matrosen, Land- und Pecharbeiter der Maona persönlich dienten, Fron- und Kriegsdienste leisten mußten und die Insel nicht verlassen durften (Balard 1977:5ff). Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften für die expandierenden Exportkulturen ließ sich aber mit der relativ geringen Zahl griechischer und italienischer Bauern nicht befriedigen. Immer häufiger wurden daher Sklaven - meist vom Balkan oder über das Schwarze Meer angeliefert und nicht selten christlicher Religion -, die man in Chios zum Verkauf anbot, nicht nach Italien oder ins Mamlukenreich reexportiert, sondern auf der Insel selbst im Agrarbereich eingesetzt (Verlinden 1977:896ff und 957ff; Heers 1961:402f).
Obwohl flächenmäßig klein, bot Chios mit seinen Ressourcen im 15. Jahrhundert einer beachtlichen Zahl genuesischer Rentiers und Kaufleute vielfältige Investitionsmöglichkeiten und Zinsgewinne, bot aber auch einer wachsenden Gruppe von Beamten, Juristen und Handwerkern einen auskömmlichen und bequemen Lebensunterhalt (Scammel 1981:187). Auch als sich die Situation nach der Eroberung Konstantinopels etwas verschlechterte, blieb Chios bis tief ins 16. Jahrhundert eine äußerst profitable Kolonie, für die das genuesische Handelskapital, dessen Aktivitäten sich infolge der Partizipation an der iberischen Expansion zunehmend nach Westen verlagerten, unvermindertes Interesse zeigte.
Die Maona versuchte sich zunächst durch Tribute mit den Osmanen zu arrangieren, investierte aber gleichzeitig, besonders nach dem Verlust Kaffas 1474, in den Ausbau der Verteidigung und suchte durch diplomatische Kontakte Bündnispartner gegen den übermächtigen Nachbarn. Gerade die Suche nach Alliierten erwies sich als verhängnisvoll: Verhandlungen mit Spanien und Malta, aber auch die Aufnahme tausender christlicher Flüchtlinge sowie Unpünktlichkeiten bei den Tributzahlungen, veranlaßten die Türken Chios anzugreifen (Vlasto 1913:58). Der aus Ungarn stammende Admiral Piali versammelte im April 1566 eine Flotte von über 300 Schiffen vor der Hauptstadt, die Genuesen ergaben sich ohne Widerstand. Die 220 Jahr dauernde Herrschaft der Maona war beendet.

Literatur

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Quelle: Querschnitte 2: Von der mediterranen zur atlantischen Expansion. Herausgegeben von Peter Feldbauer, Gottfried Liedl, John Morrissey. Wien: Turia + Kant 1999.
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