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Globalgeschichte 1450-1620: Von der Expansions- zur Interaktionsgeschichte

Peter Feldbauer

Quelle: Weltregionen 4 - Globalgeschichte 1450 - 1620. Herausgegeben von Friedrich Edelmayer, Peter Feldbauer, Marija Wakounig. Wien: Promedia 2002.

Weit ausgreifende, welthistorische Überblicksdarstellungen werden seit kurzem auch im deutschsprachigen Raum verstärkt eingefordert, so daß vereinzelt schon die Rede von einer Renaissance der Globalgeschichte ist. Im Wissenschaftsalltag Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sind entsprechende Artikel und Bücher aber noch Mangelware, und selbst an zusammenfassenden Text- und Lehrbüchern fehlt es. Diese Lücke zu verkleinern ist das Ziel der vorliegenden Aufsatzsammlung zur »frühneuzeitlichen« Epoche der Weltgeschichte.
Ausgangspunkt des Vorhabens ist zum einen die inzwischen sehr breite Diskussion über die mit der atlantischen Expansion des 16. Jahrhunderts zusammenfallenden Anfänge des kapitalistischen Weltsystems, die Immanuel Wallerstein ausgelöst hat und in hohem Maß Fernand Braudels Konzept einer frühneuzeitlichen kapitalistischen Weltökonomie verpflichtet ist (Braudel 1986; Wallerstein 1986). Wallerstein hat mit seinen zahlreichen Büchern und Aufsätzen über die Entstehung, die Strukturen und die Dynamik des »Modern World System« einen Begriff geprägt und eine Theorie entwickelt, die für die historische Analyse der Konstituierung des Kapitalismus im Weltmaßstab, der systematischen Hierarchisierung der Welt in Zentrums- und Peripherieregionen und der epochenspezifischen Ausprägung der internationalen Arbeitsteilung schulbildend geworden sind (Nolte 1998).
Zum anderen wird die durch Robert Brenner seit den siebziger Jahren wiederbelebte Debatte über die Transition vom europäischen Feudalismus zum Kapitalismus aufgegriffen sowie Fernand Braudels Idee einer »histoire totale«, die in seiner monumentalen »Sozialgeschichte des 15. bis 18. Jahrhunderts« eine großartige Durchführung erfahren hat. Der Begriff »global« meint hier die »Entgrenzung der Welt« als Folge der europäischen Expansion in der Frühen Neuzeit, insbesondere im langen 16. Jahrhundert (Aston/Philpin 1985; Braudel 1986).
Und schließlich spornt das wiedererwachte Interesse an einer Globalgeschichte neuen Stils zu einer Epochendarstellung an, die Asien, Afrika und Amerika nicht bloß als Anhängsel europäischer Geschichte behandelt, sondern eine Interaktions- und Kommunikationsgeschichte anstrebt, in der die verschiedenen Gesellschaften, Staaten, Regionen, Kontinente und Kulturen möglichst gleichrangig analysiert werden und der Eurozentrismus der alten »Weltgeschichte Europas« überwunden wird. Die Aufsätze in der Winternummer des letzten Jahrgangs der Annales mit dem Titel »Une histoire à l'Echelle globale« sind vorzügliche Beispiele dieses Trends (Wong 2001; Subrahmanyam 2001; Gruzinski 2001).
Jeder der angeführten Ansätze erfordert eine möglichst facettenreiche Analyse interner Strukturen und Prozesse, ohne deren vergleichende Kenntnis die voneinander abweichenden soziopolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der einzelnen Weltregionen unverständlich blieben. Ein Eingehen auf die internen Verhältnisse und die innere Dynamik der Gesellschaften in Asien, Afrika und Amerika vor Beginn der atlantischen Expansion - es mag noch so differenziert sein -, ermöglicht für sich alleine keine plausible Erklärung ihrer späteren ökonomischen, technologischen und militärischen Unterlegenheit gegenüber dem auf dem Weg zu Moderne und Kapitalismus befindlichen Westeuropa. Denn einerseits bestanden schon lange vor dem 15. Jahrhundert folgenreiche Handels-, Kultur- und Migrationskontakte zwischen weit voneinander entfernten Weltregionen, was insbesondere für die durch zahlreiche Karawanen- und Meeresrouten verbundenen Gesellschaften Europas und Asiens gilt, in geringerem Maß aber auch für Teile Afrikas zutrifft, die entweder vom Indischen Ozean her oder durch die Sahara vom Mittelmeer aus erreicht wurden (Chaudhuri 1985; Bentley 1998; Bentley/Ziegler 2000:407 ff.; Barendse 2000). Nach dem Muster von Janet Abu-Lughod wird in diesem Zusammenhang immer öfter von antiken, vorkapitalistischen oder auch voreuropäischen Weltökonomien und Weltsystemen gesprochen (Abu-Lughod 2001). Andererseits bewirkten die Jahrhunderte des westlichen Kolonialismus und Imperialismus in den meisten davon betroffenen Gebieten massive Veränderungen, die sich keinesfalls nur als Folgen einer bereits vorher historisch entfalteten, kulturell bedingten oder gar klimatisch bzw. rassisch determinierten Stagnation und Entwicklungsunfähigkeit interpretieren lassen.
Man kann die Expansion einiger glaubensgewisser, land-, macht-, gold- und profithungriger europäischer Aristokraten, Kaufleute, Abenteurer und letztlich auch Staaten ab der Mitte des zweiten Jahrtausends als Teil eines die gesamte Menschheitsgeschichte und sukzessive den gesamten Erdball umfassenden Interaktions- und Kommunikationsprozesses sehen. Dessen Analyse könnte eine fruchtbare Zugangsweise für eine neue Globalgeschichte abgeben, die sowohl den Eurozentrismus der älteren Expansions- und Kolonialgeschichte abzustreifen versucht als auch jenen radikalen Kulturrelativismus vermeiden möchte, der jeden Vergleich mit europäischen historischen Entwicklungen für unzulässig erklärt. Die wachsende Aufmerksamkeit für das ganze Ausmaß transkontinentaler wirtschaftlicher, politischer und kultureller Interaktionsprozesse im Rahmen der sogenannten »alten Welt« und lange, bevor das Ausgreifen der Europäer nach Übersee begann, läßt die als konsensuale Lehrbuchwahrheit tradierte Vorstellung inzwischen recht fragwürdig erscheinen, derzufolge bis ins 20. Jahrhundert ausschließlich Europäer das Gesetz des Handelns in diesem Prozeß bestimmt hätten. Globalisierung beginnt nicht erst mit dem Vordringen europäischer Konquistadoren, Kaufleute und Missionare nach Amerika und ums Kap der Guten Hoffnung. Man sollte folglich die Geschichte der Globalisierung auch nicht als linearen Prozeß konzipieren, der von einstmals gänzlich voneinander isolierten lokalen Gesellschaften zu einer zunehmenden Vereinheitlichung und Interdependenz auf Weltebene unter europäischer bzw. westlicher Vorherrschaft geführt habe.
Bis zum 15. Jahrhundert war Europa Teil, aber sicherlich nicht Zentrum eines eurasischen Kommunikationsnetzwerkes, das besonders zwischen 1250 und 1350 eine enorme Verdichtung im Zeichen der Pax Mongolica erfuhr. Bestimmend für diese Verdichtung waren die politisch-militärische Stärke der Reitervölker des zentralasiatischen Raumes sowie die ökonomische und kulturelle Attraktivität Ostasiens und der Islamischen Welt (Abu-Lughod 1989). Danach begann die maritime Expansion der Portugiesen und Spanier, der Niederländer, Engländer und Franzosen. Sie weitete die bereits bestehenden Netzwerke aus und vertiefte sie zugleich, wodurch sich das Antlitz der Welt grundlegend veränderte. Wieso der große Expansionsschub des 15. Jahrhunderts letztlich von Westeuropa und nicht etwa von China oder vom islamischen Mittelmeerraum ausging, ist eine der meistdiskutierten, noch immer nicht zufriedenstellend gelösten Fragen einer global ansetzenden Geschichtswissenschaft (Braudel 1974:258f; Steensgaard 1990:343ff). Welcher Antwort man aber auch zuneigen mag: der Sieg der Europäer stand vor dem Durchbruch der Industriellen Revolution keineswegs von vornherein fest, und die Bewohner der anderen Kontinente mit ihren vielfältigen Ökonomien, politischen Organisationsformen und Kulturen waren sicherlich nirgends nur passive Opfer entschlossen handelnder oder gar überlegener Europäer.


1450-1620?

Wenngleich sich eine Eingrenzung auf den genannten Zeitraum aus der Innensicht keiner der großen Weltzivilisationen und Weltregionen zwingend ableiten läßt, so scheint es aus mehreren Gründen - deren stärkster der sich beschleunigende globale Interaktions- und Kommunikationsprozeß ist - doch Sinn zu machen, eben diesen Zeitraum von etwa der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum ersten Drittel des 17. Jahrhunderts als globalhistorische Epoche zu analysieren.
Kulturelle Begegnungen, wirtschaftliche Verflechtung und politisch-militärische Auseinandersetzungen zwischen Asien, Afrika und Europa hatte es schon sehr viel früher gegeben, wozu neben weit zurückreichenden maritimen Kontakten insbesondere die von Tribalverbänden dominierten Transsahararouten und Seidenstraßen sowie die staatenbildende Kraft der Nomadenvölker Zentralasiens und Arabiens beitrugen. 1450 bietet sich in dieser Hinsicht nicht unbedingt als Zäsur an. Ähnliches gilt mit Blick nach Westen, da zu diesem Zeitpunkt die »(Neu)Entdeckung« Amerikas noch nicht abzusehen war. Folgte in Amerika nach den ersten Kontakten fast umgehend die europäische Eroberung und Durchdringung der politischen und wirtschaftlichen Verdichtungszonen, was nach Wallerstein und den Vertretern der Weltsystem-Schule eine grundlegende Triebkraft der Entstehung eines kapitalistischen Weltsystems mit Zentrum in Nordwesteuropa war, so blieben die sich intensivierenden maritimen Kontakte zwischen Afrika, den meerzugewandten Regionen Süd- und Ostasiens und den expandierenden Europäern auf wenige Küstenstriche und Stapelplätze beschränkt. Dies bot insbesondere Niederländern und Briten langfristig große ökonomische und kolonialpolitische Möglichkeiten. Daraus resultierte eine Verdichtung aller Arten von Kommunikation und Interaktion zwischen tendenziell gleichrangigen und jedenfalls autonomen Partnern.
Von Westasien aus rückte in der Zeit von 1450 bis 1620 das militärisch überaus potente Osmanische Reich von den bereits seinem Imperium einverleibten Balkanprovinzen weiter gegen Europa vor. Das ruft zwei welthistorisch wichtige Tatbestände in Erinnerung. Zum einen die jahrhundertelange enorme historische Dynamik der zentralasiatischen Nomadenvölker, deren Einflußbereich vom Schwarzen Meer bis zur Chinesischen Mauer reichte. Das karge und meeresferne »Barbarenland« zwischen den großen Agrarzivilisationen wurde zum Kernland der Seldschuken, Mongolen, Türken. Hier bildeten sich die Reiterheere Timurs, sammelten sich die usbekischen Gegner des Mogulreichs und die mandschurischen Bezwinger der Ming-Dynastie, hier traten erfolgreiche Staatsgründer hervor, unter deren Schirm folgenreiche Wirtschafts- und Kulturkontakte über enorme Distanzen zustande kamen (Osterhammel 2000:435). Zum zweiten erinnert der osmanische Vormarsch daran, wie problematisch es wäre, die Anfänge der europäischen Übersee-Expansion allzu geradlinig als erste Etappe eines irreversiblen globalen Kolonialisierungs- und Unterwerfungsprozesses zu begreifen, an dessen Ende dem siegreichen Westen nicht nur die wirtschaftliche Ausbeutung und politisch-militärische Beherrschung der Neuen Welt, sondern auch aller asiatischen, afrikanischen und pazifischen Gesellschaften alternativlos zufallen mußte.
Gibt die Mitte des 15. Jahrhunderts also keine weltweit stimmige Epochengrenze ab, so bietet sie sich doch als hilfreiche Zäsur an, um die Anfänge jener verdichteten Interaktions- und Kommunikationsprozesse im Weltmaßstab in den Blick zu nehmen. Nach der Überwindung tiefgreifender Krisen in großen Teilen Eurasiens und Nordafrikas - die Krise des 14. Jahrhunderts hatte allerorts den demographischen und wirtschaftlichen Aufwärtstrend umgedreht und jahrhundertealte Beziehungen unterbrochen - nahmen die iberischen Mächte regelmäßige Kontakte zum Afrika südlich der Sahara und nach Amerika auf. Dieser Vorstoß der Europäer erfolgte am Beginn einer Phase massiven Wandels von Gesellschaften, Ökonomien und Kulturen im Weltmaßstab. Die Radikalität dieses Wandels läßt es durchaus sinnvoll erscheinen, vom Anbruch einer neuen Epoche zu sprechen, für die die Bezeichnung »Frühneuzeit«, trotz der mit dem Begriff häufig assoziierten eurozentrischen Untertöne, am angemessensten erscheint (Vgl. Plott/Dolin/Mays 1999; Schulze 1999). Die wichtigsten der seit dem späten 15. Jahrhundert weltweit zu beobachtenden Veränderungen dürften das allgemeine Bevölkerungswachstum, die Etablierung weltumspannender Schiffahrtsrouten, der Aufstieg einer sich dauerhaft verdichtenden Weltwirtschaft, die Intensivierung der Landwirtschaft, die globale Diffusion neuer Technologien, sowie die Ausformung großer stabiler Staaten gewesen sein (Richards 1997).
Analog zu 1450 lassen sich die Jahre um 1620 als pragmatische Periodengrenze sehen. Dies deshalb, weil im Anschluß an die in verschiedenen Weltregionen fast zeitgleich auftretenden ökonomischen, demographischen und soziopolitischen Schwierigkeiten - deren Etikettierung als Krise des 17. Jahrhunderts freilich nicht unproblematisch ist, wie die ganz unterschiedlichen Positionen von Subrahmanyam (1994) und Reid (1993) bzw. Richards (1990) belegen - ein neuer Verdichtungsschub globaler Wirtschaftsbeziehungen und weltpolitischer Kommunikation bzw. Konfrontation einsetzte, begleitet von einem fallweise tiefgreifenden Reform- und Restrukturierungsprozeß krisengeplagter Staaten und Großreiche wie etwa China, Indien, Osmanisches Reich, Frankreich und England (Goldstone 1988). Zum anderen erfuhren die europäischen Kolonialreiche und der aufkommende Kapitalismus durch den Aufstieg der nordwesteuropäischen Metropolen und Handelskompanien folgenreiche Transformationen. Gleichzeitig erreichten die Migrationsprozesse zwischen Afrika, Amerika und Teilen Asiens ab dem 17. Jahrhundert ganz neue Ausmaße, mit nachhaltigen Folgen für die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung.
Der Vergleich der westeuropäischen Geschichte mit jener anderer Gesellschaften in der Frühphase der atlantischen Expansion wird den Blick für die Besonderheiten des okzidentalen Entwicklungsgangs schärfen oder das Konzept eines europäischen Sonderwegs in Frage stellen. Er bietet aber nicht automatisch die erhoffte Hilfe bei der Einschätzung des sozioökonomischen und politischen Entwicklungspotentials asiatischer, afrikanischer oder amerikanischer Gesellschaften, da die Suche nach Abweichungen vom westlichen Erfolgspfad und den dahinter vermuteten Defiziten - kapitalismushemmende Faktoren aller Art oder dem Wandel generell abträgliche Sozial-, Politik-, Rechts-, Religions- und Wirtschaftsformen - leicht zu unangemessenen, anachronistischen Maßstäben führt. Es sind daher viel Augenmaß und Geduld für transkulturelle Vergleiche gefragt, die einen Mittelweg zwischen Eurozentrismus und radikalem Kulturrelativismus suchen.
Bei der Darstellung der zwischen 1450 und 1620 allmählich stärker zusammenrückenden Weltregionen wird es in den folgenden Kapiteln also nicht vorrangig darum gehen, was den Gesellschaften Afrikas, Amerikas und Asiens gegenüber dem expandierenden Europa »fehlte« - etwa kapitalistische Wirtschaftsgesinnung, kommerzielle Landwirtschaft, technologischer Fortschritt, städtische Autonomie, bürgerliche Freiheit, Individualismus und Säkularisierung. Damit ist weder ein Verzicht auf den Vergleich von außereuropäischen und europäischen Entwicklungen noch die Ausblendung der Kontakte mit Europa bzw. zwischen den Kontinenten angestrebt. Sehr wohl aber werden bei der historischen Analyse der allmählich zusammenwachsenden Weltregionen recht unterschiedliche Problemfelder und Sichtweisen zu berücksichtigen sein.
Die Vielfalt der Agrarentwicklung beispielsweise bliebe ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen kulturökologischen Rahmenbedingungen unverstanden. Während die Zivilisationen Javas, Burmas, Vietnams, von Teilen Chinas und Indiens auf intensiver Nassreiskultivierung basierten - die produktivste Form von Landnutzung in der vormodernen Welt -, wiesen die semiariden Zonen der islamischen Welt und des Hochlands von Mexiko bewässerungsabhängige, äußerst ertragreiche Einsprengsel gartenbauartiger Landwirtschaft auf. Die tiefen Böden großer Teile Europas wiederum boten im Verein mit Klima und technologischen Innovationen besonders gute Voraussetzungen für nachhaltige Produktions- und Produktivitätssteigerungen.
In Teilen Asiens und Europas erfuhren die Städte ein bemerkenswertes Wachstum, wofür die Fortschritte der Landwirtschaft unabdingbar waren. Die aufstrebenden Städte aller Kontinente wiesen neben vielen gemeinsamen Funktionen und Merkmalen auch wichtige zivilisationskonforme Unterschiede auf, für deren Verständnis idealtypische Kontrastierungen nach dem Muster »okzidentale versus orientalische Stadt« nur beschränkt hilfreich sind (Bruhns/Nippel 2000). Besonders aufschlußreich dürfte in diesem Zusammenhang die selbst innerhalb Europas recht vielfältige Entwicklung der Stadt-Umland-Beziehungen sein, aber auch die Parallelen und Unterschiede hinsichtlich der sakralen und politischen Zentralortsfunktion großer Städte verdienen größte Aufmerksamkeit.
Die Entwicklung der asiatischen Großreiche - etwa der spektakuläre Aufstieg der Schießpulverreiche -, der jungen europäischen Nationalstaaten, einiger afrikanischer Protostaaten sowie der staatsähnlich organisierten europäischen Überseekolonien verlief in mancherlei Hinsicht trotz aller Wirtschafts- und Kulturunterschiede erstaunlich ähnlich, vielfach aber auch in sehr spezifischen Bahnen: Man denke etwa an die Rationalisierung von Zivilverwaltung und Kriegsführung, die Entfaltung politischer Öffentlichkeit oder den Umgang mit ethnischen bzw. religiösen Minderheiten. Die Frage des Umgangs mit ethnischen Minderheiten meinte im christlichen Europa nach Abschluß der Reconquista im wesentlichen nur den Umgang mit Außenseitern und stigmatisierten Randgruppen, wenn man vom habsburgisch-österreichischen und vom russischen Vielvölkerstaat absieht. Die großen Staaten Asiens außer Japan waren hingegen allesamt polyethnische Gebilde, oft sogar mit landesfremden Machteliten. Deshalb konnten sie die Probleme des sozialen Zusammenlebens und der politischen Ordnung nicht mit Ausgrenzung und Marginalisierung nach europäischem Muster bewältigen. Die Stabilität der asiatischen Reiche beruhte weitgehend auf einem interethnischen Interessenausgleich (Osterhammel 2000:439). Vielfältige Formen eines solchen Interessenausgleichs kennzeichneten auch frühe Staatsbildungsprozesse in Afrika sowie erste kleinräumige Kolonialversuche der Europäer in Asien. Bei der kolonialen Unterwerfung Amerikas setzten die Kolonisierenden hingegen zunächst fast ausschließlich auf Zwangsmittel und spirituelle Conquista.
Tribale Vergesellschaftungsformen, die im Europa des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit nur noch an den Peripherien vorkamen, hatten in großen Teilen Asiens, Afrikas und auch Amerikas noch erhebliches Gewicht, mit vielfältigen Folgen für die Agrarentwicklung (nomadischer Pastoralismus), den Fernhandel, den Kulturaustausch (Seidenstraße, Transsaharakarawanen) und die Staatsstrukturen (zentralasiatische Großreichsbildungen, afrikanische Königtümer). Eine angemessene Einschätzung der Dynamik und der Leistungen nomadischer Gesellschaften fällt aus europäischer Perspektive überaus schwer, da die ältere Geschichtsschreibung beispielsweise im Falle der Mongolen und der Berber häufig Negativurteile und Greuelszenarios beschwor. Sie schrieb von der Ausrottung der Bevölkerung ganzer Städte, von der Zerstörung der Landwirtschaft, von der Unfähigkeit zu elaborierter Administration. Sie verschwieg hingegen die gut belegten Erfolge in vielen Bereichen von Wirtschaft, Politik und Kultur. Es wäre wohl an der Zeit, die Stärken, Vorzüge und die welthistorische Bedeutung von Nomaden- und Tribalgesellschaften mehr als bisher zu berücksichtigen.
Die Geschichte der Religionen, Künste, Wissenschaften, Technologien und anderer Lebensbereiche könnte weitere Beispiele für den Tatbestand liefern, dass das Zusammenwachsen der Welt seit dem 15. Jahrhundert nicht bloß die Durchsetzung westlicher Errungenschaften war. Neben Homogenisierungsprozessen infolge gesteigerter Kommunikation und Interaktion, deren außereuropäische Anteile nicht leicht zu gewichten aber evident sind, verstärkten sich auch neue, folgenreiche Formen der Abgrenzung und lokalen Identität. Was seit dem späten 20. Jahrhundert mit dem strapazierten Begriff Globalisierung verbunden wird, gab es ansatzweise schon in der Frühen Neuzeit. Amerika, Afrika und Asien waren damals, abgesehen von ihrer internen Vielfalt, zweifellos sehr verschieden von Europa; sie waren aber nicht das völlig fremde, undurchdringliche »ganz Andere«. Und sie waren sicherlich auch nicht einfach das ganz Unterlegene; wenngleich Europas Aufstieg zu weltweiter militärischer Überlegenheit exakt in der Frühen Neuzeit einsetzte (Black 1998). Andre Gunder Frank geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, Europa und der Westen seien bis ins 18./19. Jahrhundert marginal geblieben im Vergleich zu den großen Reichen und Kulturen Asiens (Frank 1998). Das dürfte überzogen sein, wie vor allem Arrighi (1999) und Wallerstein (1999) in ihrer Kritik überzeugend dargelegt haben. Die spätere Dominanz der nordwesteuropäischen Metropolen über China, Indien, Persien und das Osmanische Reich läßt sich in der Ära der iberischen Expansion aber tatsächlich noch nicht erahnen.
Im Unterschied zu Lateinamerika, wo die Kernräume präkolumbischer Hochkulturen im Zuge der militärischen und spirituellen Conquista der Spanier in verhältnismäßig kurzer Zeit unter kastilische Kontrolle gestellt wurden, und im Unterschied auch zu den relativ kleinräumigen Staatsgebilden Afrikas, wiesen die großen Agrarbürokratien des Ostens - insbesondere China, Mogulreich und Osmanisches Reich, aber auch Japan und Persien - zumindest bis zur Krise des 17. Jahrhunderts hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft, ihrer staatlichen Verwaltungskompetenz und ihres militärischen Potentials kein niedrigeres Niveau auf als die führenden Nationalstaaten und Imperien in West- und Zentraleuropa. Man sollte allerdings nicht übersehen, daß die nordwesteuropäischen und iberischen Metropolen in dieser schwierigen und konfliktreichen Phase bereits wichtige Teile Amerikas und Osteuropas kontrollierten sowie eine Kette von Stützpunkten an den Küsten der Weltmeere besaßen. Das aber stellte im Rahmen des sich konstituierenden kapitalistischen Weltsystems zweifellos einen Vorteil gegenüber China, Indien und den islamischen Großreichen dar.
Ein gutes Beispiel für Veränderungen und Verdichtungen weltweiter Kommunikationsnetze, zu denen unterschiedliche Akteure aus vier Kontinenten beitrugen, die aber mittelfristig den führenden Staaten Europas überproportionalen Nutzen brachten, ist das kontinuierliche Wachstum der Hochseeschiffahrt, der globalen Handelsbeziehungen und Edelmetallströme. Die Etablierung regelmäßig befahrener Seewege zwischen den Kontinenten war naturgemäß die unabdingbare Voraussetzung für die Verdichtung des allmählich globale Dimensionen erlangenden Fernhandels und die rapide Ausweitung der transkontinental ausgetauschten Warenmengen. Darüber hinaus gab es bedeutsame mittelbare Gewinne aus dem frühneuzeitlichen Hochseefernhandel. Sie bestanden einerseits in brauchbareren Vorstellungen von der Beschaffenheit des Globus, andererseits in der Verfügbarkeit von hochwertigen Fasern, Farbstoffen, Drogen und Heilmitteln aus allen Weltregionen oder auch in Kenntnissen über Verfahrenstechniken für die Verarbeitung auswärtiger Rohstoffe (Beck 1999:4; Pietschmann 1998).
Eine durch den portugiesischen Zugriff auf Westafrikas Gold vorbereitete und den kastilischen Vorstoß nach Amerika rasch spürbar werdende wirtschaftliche Konsequenz der europäischen Expansion war der stark anschwellende Zufluß von Edelmetallen nach Europa, in die Levanteländer und weiter nach Asien. Die Verfrachtung beachtlicher amerikanischer Silbermengen über den Atlantik machte den mitteleuropäischen Silberbergbau unrentabel und trug möglicherweise zur sehr kontrovers diskutierten »Preisrevolution« bei. Sie leistete aber vor allem einen gewichtigen Beitrag zur Finanzierung der spanischen Großmachtpolitik. Zudem verschaffte sie den westeuropäischen Kaufleuten eine begehrte Ware, die die Intensivierung des Levante- und Asienfernhandels überhaupt erst ermöglichte. In weiterer Folge förderte das auch über den Pazifik zuströmende amerikanische Silber die Monetarisierung asiatischer Ökonomien, die abgesehen von Japan über keine größere eigene Silberproduktion verfügten, was sich in gesteigerter Wirtschaftsdynamik niederschlug. Ob damit in China, Indien und anderswo ähnliche Rahmenbedingungen für Agrarkommerzialisierung und Protoindustrialisierung entstanden wie in Europa, ist zumindest eine spannende Frage (Flynn/Morineau/Glahn 1998; Perlin 1983; 1984).
Das mit Zwangsmitteln in Mexiko und im Andenraum geförderte Silber wurde zum Träger eines wahrhaft globalen Handelsverkehrs bereits im 16. Jahrhundert. Es wurde von Spanien zum Ankauf nordwesteuropäischer Gewerbeprodukte und orientalischer Luxuswaren verwendet, außerdem zur Besoldung von Söldnerarmeen, es erlaubte Portugiesen und Niederländern in den Weiten des Indischen Ozeans den Erwerb von Pfeffer, Gewürzen, Porzellan und Baumwollstoffen, die ihrerseits eine wichtige Rolle beim Kauf von westafrikanischen Sklaven spielten, die für den Ausbau profitabler Kolonialökonomien in der Neuen Welt bald unentbehrlich schienen. War Silber auch keineswegs das alleinige transkontinentale Zahlungsmittel des 16. Jahrhunderts, so trug es zusammen mit Gold doch ganz maßgeblich dazu bei, daß venezianisches Glas oder holländische Uhren via Goa und Malakka nach Japan gelangten oder Gewürznelken ihren Weg von Ternate über Lissabon bis Marokko und Amerika fanden. Amerikanisches Silber wurde nicht bloß auf der Kaproute und den westasiatischen Karawanenwegen, sondern seit etwa 1570 auch via Manila nach China und Südostasien exportiert. Das förderte vielfältige Kommerzialisierungsprozesse in der Welt des Indischen Ozeans und führte auf den europäischen Märkten zu einer weiteren Steigerung des Angebots von Asienwaren - Seide, Porzellan, Gewürze etc. -, mit denen sich große Gewinne erzielen und weltweite frühkapitalistische Handelsnetzwerke stabilisieren ließen. Daß die enorme asiatische Silbernachfrage geradezu der Motor dieses frühen, auf Edelmetallkreisläufen basierenden Welthandels war - ohne Chinas und Indiens Silberhunger wären viele amerikanische Minen möglicherweise bald unrentabel geworden -, verweist darauf, daß diese embryonale Weltwirtschaft nicht ausschließlich auf Europa zentriert war, sondern mehrere Zentren besaß. Und sie alle wiesen ein hohes Maß politischer Autonomie, kultureller Eigenart sowie ökonomischer Stärke auf. Noch standen sich nicht einfach Sieger und Verlierer gegenüber (Landsteiner 2001:116 f; Flynn/Giráldez 1995; Russell-Wood 1998:133f).
Die knappe Erläuterung der silberinduzierten Etablierung eines weltumspannenden Handelsnetzes verdeutlicht, wieso es in den Kapiteln des vorliegenden Bandes einerseits um die Darstellung verstärkter Kommunikation zwischen allen Weltregionen, d.h. um die sich allmählich globalisierenden ökonomischen und sozialpolitischen Interaktionsmuster gehen wird. Zudem soll das Augenmerk vor allem auf die regionalspezifische Wirtschafts- und Staatsentwicklung gerichtet werden. Die Fülle sozial- und alltagshistorischer Phänomene dagegen erfährt nur sehr selektive Aufmerksamkeit. Gemeinsam sollen die Beiträge eine Skizze jener weltgeschichtlichen Epoche ergeben, die man häufig als Startphase der »Europäisierung« der Erde bzw. des »Europäischen Weltsystems« bezeichnet. Weniger eurozentrisch formuliert, handelt es sich bei der Periode von 1450 bis 1620 um eine erste Etappe auf dem Weg zu jenem engmaschigen, fast alle Bereiche von Wirtschaft, Politik und Kultur erfassenden weltweiten Kommunikationssystem, das im Zeichen beschleunigter Globalisierung heute mit Recht als »Eine Welt« gilt.


 

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Quelle: Weltregionen 3: Die Neue Welt. Süd- und Nordamerika in der kolonialen Epoche Herausgegeben von Friedrich Edelmayer, Margarete Grandner, Bernd Hausberger. Wien: Promedia 2001.
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